Fachbereich(e):
Informatik / Mathematik
Vorlesungsfächer: Geschäftsprozessanalyse- und Design, Standard-Softwaresysteme, Projektpraktikum, Datenbanken und die Wahlpflichtfächer SAP-R/3-Entwicklungsumgebung (2-semestriges Praktikum), Dokumentenmanagement und Krankenhausinformationssysteme, alles Vorlesungen rund um das SAP-R/3-System.
Bes. Ämter/Aufgaben: derzeit keine
Geburtsdatum/-ort: 10.11.1958 in Tichero (ein Ort in Thrakien - Griechenland)
Lieblingsfarbe/-blume: rot/Rose
1. Worüber freuen Sie sich zurzeit?
Beruflich auf "meine" Studenten im WS 2002/03 (die Studenten der Wirtschaftsinformatik kommen ins Hauptstudium).
Privat über meinen kleinsten Sohn, der gerade seine ersten Schritte macht.
2. Welche Hobbies haben Sie? Was tun Sie gerne?
Früher habe ich gerne Fußball gespielt, bei drei Kindern und einen anstrengenden Beruf bleibt einiges auf der Strecke.
3. Welches Buch lesen Sie zurzeit?
Fast ausschließlich Fachbücher - auch in der Freizeit. Das wird sich ändern, hoffe ich
4. Beschreiben Sie das Rezept Ihrer Lieblingsspeise:
Da bräuchte ich meine Frau Um gleich Missverständnisse auszuräumen: ich mache zu Hause viel, aber kochen müsste man erst können
5. Erinnern Sie sich an Ihr schönstes Kindheitserlebnis?
Am Rande eines Fußballspiels, das meine Dorfmannschaft mit 2:0 gewonnen hatte, habe ich einen Ball am Kopf bekommen und lag ohnmächtig am Boden. Meine Mutter fand mich in diesem Zustand. Meine ersten Worte nach dem Aufwachen waren: "Mami, wir führen 2:0!". Ich war damals 4 Jahre alt.
6. Welche Lieblingsfächer hatten Sie in der Schule?
Mathe und später Chemie.
7. In welche Zeit würden Sie gerne mit einer Zeitmaschine reisen?
Schwierige Frage Generell bin ich mit wenig zufrieden. Ich muss nicht überall gewesen sein.
8. Was würden Sie zwei Wochen ohne einen / Ihren Rechner tun?
Mein ehemaliger Chef in Erlangen sagte immer: "heute laufen die Rechner nicht; man kann arbeiten".
9. Beschreiben Sie kurz Ihren beruflichen Werdegang:
Grundschule in Tichero in Thrazien - GR, 7.-10. Klasse Gymnasium in Alexandroupolis, 11.-12. Klasse in Thessaloniki,
Mathe-Studium in Griechenland (Thessaloniki, Ioannina) mit Diplomabschluss (1976-1980), Informatik in Erlangen (1981-1985),
Assistent am Lehrstuhl für Programmiersprachen in Erlangen (1985-1990), Promotion über logische Programmiersprachen und attributierte Grammatiken im Jahr 1989,
Wechsel zur Industrie (Asea Brown Boveri - ABB): 1990-1991,
Aufbau der EDV am Klinikum der Uni-Regensburg: 1991-2001,
seit Oktober 2001 im Fachbereich WI der FH Regensburg, Schwerpunkt SAP.
Seit dem Sommer 1999 bin ich an einem umfangreichen Forschungsprojekt des Klinikums der Universität beteiligt. Wir beschäftigen zeitweise bis zu 15 Software-Entwickler und Ärzte an diesem Projekt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer "intelligenten" Suchmaschine, die über die üblichen Algorithmen hinaus auch die Inhalte bzw. Strukturen berücksichtigt. Als Anwendungsbereich dient derzeit medizinische Literatur. Ein weiteres, ebenso wichtiges Ziel ist die Etablierung eines Unternehmens, das die Ergebnisse des Projekts vermarkten kann. Ein recht ehrgeiziges Ziel, aber auch eine recht interessante Herausforderung!
10. Bitte erklären Sie kurz die Art (Abkürzungen) Ihres Dr.-Titels:
Dr. ist klar, Ing. dafür, dass die Informatik in Erlangen zusammen mit Studiengängen wie Verfahrenstechnik und Elektrotechnik in der Technischen Fakultät untergebracht ist. So wird ein Ingenieur geboren
11. Was hat Sie veranlasst, Professor zu werden?
Gibt es einen interessanteren Beruf (wenn man sich erst einmal freigeschwommen hat)? Ich möchte beruflichen Erfolg haben und das geht in Zusammenarbeit mit jungen ambitionierten Studenten. Ich meine Erfolg im wissenschaftlichen Bereich aber auch beim Versuch, mit anderen zusammen ein kommerzielles Unternehmen zu gründen.
12. Sind Sie glücklich in Ihrem Beruf?
Ja!
13. Was möchten Sie im Leben (noch) erreichen?
Das kann man nicht planen. Ich habe natürlich eine Vorstellung davon, wie die Zukunft verlaufen soll, diese Pläne sind aber sehr dynamisch. Nur sehr wenig lässt sich exakt umsetzen. Ich hoffe, dass ich und meine Familie gesund bleiben, der Rest wird sich von alleine ergeben
14. Welche Errungenschaften hat die FH Regensburg Ihrem persönlichen Engagement zu verdanken?
Es wäre vermessen, diese Frage zu beantworten Vielleicht kann ich auf meine Arbeit hier stolz sein, wenn ich die nächsten 20 Jahre absolviert habe
15. Was vermissen Sie bei Ihren StudentInnen? Welchen Tipp geben Sie ihnen mit auf den Lebensweg?
Ich würde mir wünschen, dass sie hier mehr Präsenz zeigen. Nachmittags ist die FH wie ausgestorben. Dafür müssen wir natürlich das Angebot verbessern. Momentan findet ein Student im besten Fall einen Platz am Gang, wenn er etwas arbeiten will. Die CIP-Räume sind praktisch ausgebucht, andere Räume existieren nicht. Die Dozenten sitzen zu zweit oder zu dritt in einem Raum. Dort eine Besprechung zu machen, ist praktisch ausgeschlossen! Selbst in einem Gefängnis hat der Insasse Anspruch auf 8 m2 Raum. Ich teile zurzeit ein 15 m2 großes Zimmer mit einem Kollegen
16. Welches Studium würden Sie Ihren Kindern empfehlen? Haben sie ähnliche Interessen wie Sie?
Meine Kinder sind noch nicht so weit. Momentan wollen Sie Piloten, Busfahrer oder Lastwagenfahrer werden. Das wird sich sicherlich ändern
17. Was war in Ihrem Studium anders? Wie haben Sie Ihr Studium finanziert?
Ich hatte am Anfang noch mit der Sprache zu kämpfen. Ansonsten war das Studium streckenweise sehr theoretisch ausgerichtet. Das ist hier anders. Die Studenten können schon sehr früh mit ihrem Wissen etwas anfangen. Leider übertreiben es einige
Zur Finanzierung meines Studiums musste ich arbeiten. Ich habe aber immer nur so viel gearbeitet, dass ich gerade so über die Runden kommen konnte.
18. Würden Sie etwas anders machen, wenn Sie mit Ihrem jetzigen Wissen wieder "jung" wären?
Ich hatte in meinem Leben bisher in jeder Hinsicht sehr viel Glück. Daran möchte ich nichts ändern Ob aktuelle Entscheidungen richtig sind, kann man i.d.R. erst viel später bewerten.
19. Wie schätzen Sie Ihre Popularität/Ihr Ansehen bei Ihrer HörerInnenschaft ein?
Bisher habe ich eine meiner Hauptvorlesungen ausgewertet. Mit den Ergebnissen bin ich zufrieden. Kritikpunkte hat es auch jede Menge gegeben. Ich werde mich bemühen, besser zu werden!
20. Welche Fragen möchten Sie noch gerne gestellt bekommen? Und wie lauten Ihre Antworten darauf?
Wie können wir es schaffen, die Hochschulleitung davon zu überzeugen, dass der Neubau Informatik höchste Priorität bekommen soll?
Antwort: durch unsere Leistungen aber auch durch unermüdliches Hinweisen auf die katastrophalen Arbeits- und Studienbedingungen hier.