Nachdem im letzten Jahr die CeBIT durch die Expo zu einem ungewohnt frühen Termin stattgefunden hat, ist dieses Jahr wieder Normalität eingetreten. Ab nächstem Jahr gibt es übrigens wieder einen Tag mehr, damit die Besucher das ungeheure Angebot flexibler nutzen und letztlich mehr Leute auf die CeBIT kommen können (13.03. - 20.03.2002). Die neuen Infrastrukturmaßnahmen haben sich halbwegs bewährt, wenngleich es auch dieses Jahr einige unangenehme Pannen gab.
Vier volle Tage waren wir in Hannover, um dem weiter gewachsenen Angebot von über 8000 Ausstellern Herr zu werden. Eine Unterkunft hatten wir bei Verwandten in Braunschweig gefunden, da normal zu bezahlende Zimmer im Großraum Hannover während einer CeBIT so gut wie nicht zu bekommen sind bzw. extrem früh gebucht werden müssen. Wer auf die CeBIT fährt, sollte deshalb seinen Stammbaum durchforsten und hoffen, dass vor Adam und Eva ein Verwandtschaftszweig auftaucht, der in der nordischen Gegend heimisch geworden ist.
Wir hatten uns auch deshalb so viele Tage reserviert, weil wir endlich mal ohne den üblichen Zeitdruck unsere 196 vorgesehenen Stände abklappern wollten, was sich allerdings letztlich doch als Wunschtraum entpuppte (Was auch daran gelegen haben kann, dass diese Liste während der Messe auf 227 Einträge anwuchs, um den neuen Entdeckungen Rechnung zu tragen). Eine gute Vorbereitung ist Gold wert und umso wichtiger, je kürzer die zur Verfügung stehende Zeit ist. Dabei kann einem das Internet helfen (www.cebit.de) oder man kauft sich vor der CeBIT bei der IHK einen Messekatalog (nichts für warmduschende Weicheier: Er wiegt über 3 kg und hat mehr als 2000 Seiten) oder eine Katalog-CDROM.
Vorbereitung ist wichtig
Unsere wichtigsten Utensilien, neben einem gepflegten Auftreten und unauffälligen schwarzen Turnschuhen mit dicker, weicher Sohle, sind der Hallenplan, in dem wir alle geplanten Standbesuche eingetragen haben, eine Liste, in der nach Hallen sortiert zu jedem Punkt der Reise die Standnummer, der exakte Name, evtl. Ansprechpartner und Notizen aufgeführt sind, sowie ein kleines, einfaches Diktiergerät für Mikrokassetten.
Die Liste wird übrigens dankenswerterweise fast jedes Jahr von Brigitte zusammengestellt, die ebenfalls Informatikerin ist und beinhaltet unser beider Besuchspläne. Mittlerweile können wir einige Daten jeweils vom Vorjahr übernehmen und nur noch anpassen, dennoch bleibt es eine umfangreiche Arbeit. Martin übernimmt dafür üblicherweise die Navigation auf der Messe anhand des vollgekritzelten Hallenplans und protokolliert auch das Meiste auf das Diktiergerät, das bei uns Offline-Handy heißt, weil man damit immer wieder neugierige Leute verblüffen kann, die wissen wollen, was das denn für ein Handy ist
Da wir von der troja aus als Presse auf die Messe gehen, haben wir einige besondere Möglichkeiten, die dem normalen Messebesucher verwehrt bleiben. So können wir beliebig oft auf das Gelände, haben schon früher Zutritt und können die Einrichtungen des Pressecenters nutzen. Abgesehen davon sind unsere Rundgänge aber nicht anders als bei jedem durchschnittlichen Messebesucher, wenn man mal davon absieht, dass unser Besuchsplan im Allgemeinen wohl etwas voller ist und wir uns sehr viel mehr darum kümmern müssen, neben unseren eigenen Interessen auch jede Menge Informationen für den CeBIT-Bericht der troja einzuholen.
Aus dem Wust an Pressemappen, Prospekten und immerhin 2 Stunden Aufzeichnungen auf unserem Offline-Handy (was abgetippt so ungefähr 23 Seiten voll Text ergibt) suchen wir dann jeweils eine subjektive und in jeder Hinsicht unrepräsentative Auswahl von Themen heraus, die wir euch in der jeweiligen Sommerausgabe präsentieren. Da wir mit der troja den eigentlichen Computerzeitungen keine Konkurrenz machen können und wollen, versuchen wir neben Themen, die sich aus unseren eigenen Bedürfnissen ergeben, wieder mal das eine oder andere technologische Highlight bzw. besondere Produkt hervorzuheben und darüber hinaus den ein oder anderen Anstoß zu geben, dass ihr selbst die Möglichkeiten einer solchen Messe nutzt.
Also folgt uns einfach auf unserem auszugsweisen Weg durch die 26 Messehallen und lasst euch an einigen Stationen kurz berichten, was uns aufgefallen ist. Für ungeduldige Leser sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Zwischenüberschriften und kursiv gesetzten Firmennamen es ermöglichen sollen, auf einfache Weise die Teile des Berichts zu finden, die jeweils von besonderem Interesse sein könnten.
Wer die gesamte Tour mitmacht, wird durch echte technologische Highlights belohnt: Ein Terabyte-großer holografischer Speicher, neueste Displaytechnologien mit OLED, Laser und im LCD-Bereich, autostereoskopische 3D-Displays, Akkus in Jacken, elektronisches Papier, Armbanduhren mit Linux, Schmuck für Mata Hari, gigantische Festplatten, etc. Doch nun zu unserem großen Rundgang.
Der frühe Vogel
Um 6:40 Uhr sind wir nach einem kurzen Verpflegungsfassen bei einer Bäckerei in Braunschweig losgefahren und haben es bis 7:30 Uhr auf den Parkplatz bei der CeBIT geschafft. Nachdem wir am Abend zuvor extrem spät in unserer Unterkunft angekommen sind, ist dieses frühe Aufstehen eine echte Tortur, doch die Erfahrung hat gezeigt, dass schon eine viertel Stunde später los fahren, eine fast doppelt solange Fahrzeit bedeutet und dann natürlich auch kein so guter Parkplatz mehr zu finden ist.
Dank unserer Presseausweise können wir die Zeit nutzen und im Pressezentrum einige Vorbereitungen erledigen. Wir geben unsere Sachen bei der Garderobe im TCM ab und machen uns gegen 9:00 Uhr auf den Weg.
In
Halle 3 haben wir neben SuSE, wo wir einige Fragen wegen eines Hardwaretreiber-Problems
klären konnten, RedHat, Caldera und die verschiedenen Aussteller
auf dem Linux Exchange Pavillon besucht und uns ein Bild vom fortschreitenden
Erfolg von Linux auf der CeBIT gemacht. Die Ansätze, Linux auf PDAs zu
bringen sind leider noch nicht ganz so weit, wie dies erwartet wurde, der Enthusiasmus
ist jedoch sowohl hier als auch in allen anderen Bereichen ungebrochen. Der
Andrang der Besucher unter streicht nicht nur in dieser Halle das stark gestiegene
Interesse an der Alternative zum Microsoft-Monopol.
Kompression und Tools
In Halle 4 haben wir neben vielen anderen Ständen die Firmen LuraTech (www.luratech.de) und PowerQuest (www. powerquest.de) besucht. Erstere sind Spezialisten, wenn es um die Kompression von Bilddaten geht. Wir konnten uns eine eingeschränkte Lite-Version ihres Produktes LuraDocument mitnehmen (die inzwischen auch im Web downloadbar ist). Dabei handelt es sich um ein Kompressionsprogramm, das darauf optimiert ist, komplette gescannte Dokumente derart zu komprimieren, dass die Bild- und Textteile jeweils mit einem gesonderten Verfahren behandelt werden um einerseits möglichst kleine Dateien zu erhalten, andererseits die Qualität in beiden Bereichen zu optimieren. Wer mal versucht hat, mit JPEG ein gescanntes Textdokument zu komprimieren, wird mit dem Ergebnis kaum zufrieden gewesen sein. Andererseits sind Fotos mit einem Verfahren, das Text qualitativ gut erhält, kaum zu komprimieren oder die Bilder sehen fürchterlich aus. Mit ihren eigenen Algorithmen haben die Leute von LuraTech hier den Spagat zwischen den unterschiedlichen Anforderungen geschafft und erzielen äußerst beeindruckende Ergebnisse.
PowerQuest hat einige wirklich extrem nützliche Produkte zum Partitionieren und Sichern von Festplatten (Partition Magic und Drive Image), sowie einige Tools zur Systemrettung (Second Chance, Data Keeper), die gerade dann wertvoll sind, wenn man öfter mal einige Programme testet und deshalb immer wieder neue Versionen installieren muss.
Sichere E-Mail-Absender
Halle 5 ist für uns traditionell die Verlags-Halle. Bei gut einem Dutzend Verlagen kann man sich über Neuerscheinungen informieren, das eine oder andere Sonderheft zu interessanten Themen als Schnäppchen kaufen und sich beim Heise-Verlag (www.heise.de) beispielsweise an der c't-Krypto-Kampagne beteiligen und somit zu einem von der c't zertifizierten PGP-Schlüssel kommen, der es den Empfängern eurer Mails ermöglicht, eure Identität leicht zu überprüfen.
Dazu signiert ihr mit der frei verfügbaren (www.pgp.com/international/germany/products/freeware/ ) oder kommerziellen Version PGP Personal Privacy (www.mcafee -at-home.com/international/germany/products/ ) von PGP eure E-Mails. Anhand eures öffentlichen Schlüssels kann der Empfänger dann feststellen, ob die Mail unverfälscht ist und auch wirklich von demjenigen stammt, der sie signiert hat. Ein Problem bleibt aber bei diesem Verfahren: Jeder kann sich ein öffentlich/geheimes Schlüsselpaar selbst generieren und dabei eine beliebige Identität angeben, ob diese stimmt oder nicht.
Durch die Zertifizierung wird von einem Dritten, hier der Zeitschrift c't, durch dessen Signierung eures öffentlichen Schlüssels bestätigt, dass die mit dem Schlüssel angeblich verbundene Person tatsächlich die ist, für die sie sich ausgibt. Dazu ist es natürlich notwendig, dass der Dritte euch einmal korrekt und zweifelsfrei identifizieren kann. Da dies nur persönlich geht, hat die c't schon im Jahr 1997 auf der CeBIT angeboten, dass man dort mit einem persönlichen Erscheinen seinen PGP-Schlüssel zertifizieren kann.
Seitdem besteht diese Möglichkeit auf jeder großen Computermesse. Wer jetzt nähere Informationen möchte, der sollte sich rechtzeitig vor der nächsten Messe (Systems 2001) auf den Web-Seiten der c't umschauen, um die notwendigen Vorbereitungen zu treffen, da auf der Messe nicht erst alles generiert und eingetippt werden soll (www.heise.de/ct/pgpCA/).
Natürlich ist es mit eurem PGP-Schlüssel genauso gut möglich, Mails zusätzlich zu verschlüsseln. Doch dafür ist keine Zertifizierung nötig, da diese nur dazu dient, eure Identität beim Signieren zu bestätigen.
Echt Dufte
In Halle 6 haben wir unter anderem bei der interzart AG (www.interzart.de) vorbeigeschaut, auf deren Stand - neben verschiedenen Hard- und Softwarekombinationen zum Scannen dreidimensionaler Objekte - ein Duft-Monitor vorgestellt wurde. Dabei strömt aus einer Düse ständig Luft auf den Betrachter, der je nach Situation bestimmte Düfte beigemengt werden. Durch den steten Luftstrom verfliegt der Dufteindruck wieder sehr schnell, sodass man nicht am Ende der Demonstration in einem unangenehmen Duftmix steht.
Die Beispieldüfte (Rosen, Parfüms, etc.) sind sehr beeindruckend und können einem schon vermitteln, dass so ein System beispielsweise gut zum Bewerben von Parfüms geeignet ist. Angeblich wurde sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Sache nicht in einen Angriff von Allergenen ausartet.
Der USA-Gemeinschaftsstand bietet eigentlich immer einige Besonderheiten, da hier viele kleine Firmen, von denen man sonst nur selten etwas mitbekommt, ihre Neuheiten vorstellen. Hier gibt es auch wieder einige Schwerpunkte zu Themen wie Linux, DSL, Fibre Channel und Bluetooth. Wer sich für diese Technologien interessiert, erhält einen interessanten Überblick und viele ausführliche Informationen, auch zu den Grundlagen der verschiedenen Standards. Der Buch-Verlag O´Reilly (www.oreilly. de) hat etliche seiner Neuerscheinungen zum Anschauen auf dem Stand. In vielen Bereichen sind diese Bücher zu verschiedensten Themen der Informatik der Quasi-Standard und immer in einer hervorragend, verständlichen und dennoch präzisen und verbindlichen Form geschrieben.
Bei Lexware (www.lexware.de) haben wir dann noch einige Probleme besprechen können, die wir mit den Produkten Quicken und Quicksteuer gehabt haben. Da diese Produkte von Intuit übernommen wurden und nun nach und nach komplett überarbeitet werden, gibt es leider immer wieder einige überaus ärgerliche Bugs.
Doch angeblich wird sich die Situation in Zukunft verbessern, da einige grundlegende Änderungen in den Programmen in Angriff genommen wurden, die viele dieser Probleme lösen sollten. Wir sind jedenfalls gespannt und versuchen solange mit den Tipps zurechtzukommen, mit denen sich die eine oder andere Falle umschippern lässt.
Damit war der Freitag auch schon erledigt. Wir haben unsere Sachen zum TCM geschleppt, unsere Listen auf den neuesten Stand gebracht und uns auf den Rückweg nach Braunschweig gemacht, wo wir gegen 20:30 aufgeschlagen sind und noch etwas Zeit gefunden haben, mit Martins Verwandten zu sprechen.
Der Samstag
Zur üblichen Unzeit haben wir uns am Samstag wieder auf den Weg gemacht und nach vielen anderen Zwischenstationen bei Seiko Instruments Inc. (www.seiko smart.com) in Halle 7 das SmartPad angeschaut, über das Wolfgang Stegmayr an anderer Stelle dieser troja ausführlicher berichtet ("SmartPad - Versuch Nummer 2").
In Halle 7 sind traditionell die Hersteller von Druckern zu finden und wir konnten uns bei Epson, Lexmark und HP umsehen, was so in Sachen Fotodruck heutzutage alles möglich ist (nur Canon ist in Halle 1 zu finden). Leider gibt es bei den Farbtintenstrahlern immer noch das leidige Problem, dass durch die total überteuerte Tinte die niedrigen Anschaffungskosten der Drucker kompensiert werden.
Das mag ganz toll sein, wenn man mit dem Drucker sowieso nur einige wenige Ausdrucke pro Jahr tätigen will. Wer jedoch öfter von seinem neuen Peripheriegerät gute Ergebnisse sehen will, der hat in kurzer Zeit das Mehrfache des Druckerpreises in die Verbrauchsmaterialien gesteckt.
Immerhin haben einige Firmen eingesehen, dass die verschiedenen Farbtinten besser in getrennten Nachfüllpatronen zur Verfügung gestellt werden sollten, damit man nicht immer allzu viel der sündhaft teuren Tinte wegschmeißen und damit auch noch die Umwelt belasten muss. Unglücklicherweise werden dafür aber höhere Preise verlangt, sodass ein kompletter Satz Austauschtinte schon mal DM 150,- kostet.
Unser weiterer Weg brachte uns an unzähligen anderen Ausstellern vorbei und unsere Füße fanden diesen Marathon mittlerweile gar nicht mehr so lustig. Zu viele der so genannten Neuheiten waren schon altbekannt und die vielen Pflichttermine sind auch meist nicht dazu angetan, besondere Freude hervorzurufen. Doch Ausdauer wird auch von Zeit zu Zeit belohnt und wir fanden in einem etwas versteckten Eck eines Standes in Halle 25 ein echtes CeBIT-Schmankerl: Einen Prototypen eines holografischen Speichers.
Holografischer Speicher
Eine
kleine Firma namens optostor AG hat hier in Zusammenarbeit mit Priv.
Doz. Dr. Th. Woike vom Institut für Mineralogie und Geochemie der Universität
Köln (http://linux23.kri.uni-koeln.de/grwoike/
) ein Gerät entwickelt, bei dem digitale Daten in einem transparenten
Kristall (Lithiumniobat) gespeichert werden. Schon seit längerer Zeit ist
das in den verschiedensten Institutionen rund um den Globus Forschungsgegenstand,
aber davon mal einen funktionierenden Prototypen auf einer allgemein zugänglichen
Messe zu sehen, das ist schon etwas besonderes. Wir hatten das Glück mit
dem technischen Direktor Joachim Cantauw ein informatives Gespräch zu führen,
sodass wir unseren Bericht auf Daten aus "erster Hand" stützen
können.
Das Gerät selbst sieht eher unscheinbar aus. Es beinhaltet eine gegen Vibrationen und Stöße gut abgeschirmte optische Bank, auf der per Laserstrahl viele digitale Informationen gleichzeitig als holografisches Abbild (also durch Interferenz eines Referenzstrahls mit dem informationstragenden Objektstrahl) einer zweidimensionalen Matrix in den Kristall geschrieben werden bzw. durch einen Referenzstrahl wieder hervorgebracht werden.
Zur Einkoppelung der Informationen in den Laserstrahl dient dabei ein kleines Flüssigkristalldisplay, das hier aber als optische Maske benutzt wird. Es kann dabei viele Bits gleichzeitig als zweidimensionales Rasterbild darstellen. Wenn nun per Referenzstrahl das entsprechende Hologramm im Kristall angesteuert wird, erscheint dieses Rasterbild wieder und kann von einem CCD-Sensor (oder Ähnlichem), wie er auch in Digitalkameras benutzt wird, wieder in die entsprechenden Bits zurückgewandelt werden.
Da bei diesem Prozess immer eine sehr große Anzahl von Bits (1 MBit) gleichzeitig geschrieben bzw. gelesen werden, ist die erreichbare Datenrate (>100 MBit/s) sehr hoch. Die Entwickler mussten sehr viele Probleme lösen, da es beispielsweise gar nicht so einfach ist, sicherzustellen, dass das ausgelesene Rasterbild exakt die Sensormatrix trifft. Außerdem muss die mechanische Ausrichtung des Kristalls zur Adressierung ganz extremen Toleranzanforderungen genügen. Details waren jedoch an dieser Stelle verständlicherweise nicht zu erfahren.
Auch die Methode, die optische Bank gegen äußere Einflüsse wie Vibrationen und Stöße zu schützen, bleibt von der Gehäusefront gut behütet. Da es aber prinzipiell bekannt ist, wie man mit erträglichem Aufwand sogar Rastertunnelmikroskope, die mechanische Bewegungen in atomarem Maßstab durchführen, ausreichend von der Umgebung abschirmen kann, war dies wohl eher ein untergeordnetes Problem. Es wurden aber aus diesen Gründen auch sehr viele Sicherungsmerkmale eingebaut, die sowohl das zuverlässige Auffinden des richtigen Hologramms, als auch die korrekte Ausrichtung der Matrix und die Fehlerkorrektur innerhalb der Matrix abdecken.
Der Kristall, der als Speichermedium verwendet wird, hat in etwa die Größe zweier aufeinander gelegter Streichholzbriefchen. Er ist fast vollständig transparent, hat nur einen leichten brau-grauen Schimmer. Das Besondere ist dabei, dass die holografisch gespeicherten Informationen sowohl in den drei Raumkoordinaten (es wird im Moment jeweils ein Raumvolumen von circa 1 mm³ angesteuert), als auch im selben Rauminhalt durch den Drehwinkel des Kristalls adressiert werden können (zur CeBIT waren es schon über 1000 Drehwinkel). Dadurch können in dem selben Stückchen Kristall viele verschiedene Informationsseiten abgelegt werden.
Es wird erwartet, dass in einem Kristall der beschriebenen Größe Daten mit einem Volumen im Terabyte-Bereich gespeichert werden können (zurzeit allerdings nur einmal Schreiben, beliebig oft Lesen) und das ist wirklich umwerfend. Da der Kristall zudem unempfindlich gegenüber den meisten Umgebungseinflüssen (elektrische und magnetische Felder, Hitze und Kälte in einem weiten Bereich - der Kristall schmilzt erst bei 1400 Grad Celsius -, Magnetismus, Feuchtigkeit, Säure, etc.) ist und die Speicherdauer mit über 100 Jahren angegeben wird, bieten sich hier in Zukunft ungeahnte Möglichkeiten.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wer denn so viel Speicher braucht. Doch das ist leicht zu beantworten. Die ersten kommerziellen Systeme, die vielleicht zur nächsten CeBIT so weit sind, werden wahrscheinlich bei Banken, Versicherungen und Behörden ihren Platz finden. Hier fallen Unmengen an Daten an, die wirklich lang und zuverlässig gespeichert werden müssen und auf die ein extrem schneller Zugriff wichtig ist. Auch Anbieter großer Datenmengen im Internet, speziell Anwendungen im Bereich Multimedia mit Video on Demand, Bildarchive, etc. werden sich wie die Geier darauf stürzen.
Doch wenn sich das System weiter verbreitet und günstiger wird, so ist es durchaus vorstellbar, das in der nicht allzu fernen Zukunft in jedem Haus im Keller neben der Zentralheizung, der Gefriertruhe und der Waschmaschine auch ein "Datensafe" installiert ist, auf den von überall im Haus zugegriffen werden kann. Dort kann man dann, neben allen möglichen anderen Daten, seine Musikdateien und Filme ablegen und hat jederzeit einen blitzschnellen Zugriff darauf.
Auch könnte man sich vorstellen, wenn das System in einer wiederbeschreibbaren Version vorliegt, dass das komplette Angebot an digitalem TV und Radio parallel in einen Teil des Speichers läuft und man so jederzeit auf alle Sendungen aller Kanäle beispielsweise für die ganze letzte Woche zugreifen kann.
Wenn man dann etwas findet, was man behalten möchte, wird es einfach in einen permanenten Speicherbereich kopiert. Nie wieder Gefahr zu laufen, irgend eine Sendung zu verpassen, die einem wichtig ist, kann vielleicht sogar dazu führen, ein auf Dauer entspannteres Verhältnis zum Fernseher zu bekommen und wieder unabhängiger in der Freizeitgestaltung zu werden.
Denn wenn man in Ruhe einkaufen, essen, ins Kino gehen oder Sport treiben kann, ohne die Nachrichten oder eine interessante Serie zu verpassen und sich dabei nicht mal mit dem Videorekorder und verschobenen Sendungen oder ungenauen VPS-Signalen rumärgern muss, dann ist das sicherlich ein Gewinn.
Da wir noch viele andere Stände in den verschiedensten Hallen abgeklappert hatten, war für heute erst mal Schluss. Der nächste Tag zeigte allerdings, das selbst auf einer Messe wie der CeBIT einige Leute die Sache mit der Sommerzeitumstellung nicht gerafft haben und prompt einige peinliche Zuspätkommer auffielen.
Halle 9
Weiter geht es auf unserer Reise in die wohl lauteste Halle der CeBIT, die Halle 9. Hier finden sich neben etlichen anderen Ausstellern alle Grafikkarten- und Soundkarten-Hersteller, die irgendwie ständig versuchen, sich gegenseitig mit ihren Shows zu übertönen.
Etwas aus der Reihe fällt in all dem Lärm die Firma Adobe (www.adobe.de), bei der wir uns den neuen Acrobat 5.0 angeschaut haben. Mit diesem Produkt kann man Dokumente im so genannten Portable Dokument Format (PDF) erstellen und bearbeiten. Fast jeder wird schon mal mit PDF-Dateien zu tun gehabt haben, sei es, weil ein Handbuch in diesem Format vorliegt, im Web ein Formular damit auszufüllen ist oder irgendwelche Broschüren und Schriften als PDF zum Download angeboten werden.
So ist auch auf den meisten Rechnern der frei verfügbare Acrobat Reader installiert, der das Anschauen, Ausfüllen und Drucken solcher Dokumente erlaubt, wenn die jeweilige Funktion im Dokument nicht durch Passwort geschützt oder insgesamt gesperrt ist. Wer jedoch auf unkomplizierte Weise selbst solche Dokumente erstellen, zusammenführen, anpassen und für verschiedene Anwendungsgebiete optimieren möchte, kommt um das Programm Adobe Acrobat kaum herum.
Zum ersten Mal war die Grafikchip-Schmiede NVIDIA (www.nvidia.de) mit einem eigenen Stand vertreten. Hier konnte man sich kompetente Antworten bei Problemen mit dem Detonator-Treiber holen. (Der Detonator ist ein einziger Treiber für alle Chips von NVIDIA und er ist auf fast allen Grafikkarten mit diesen Chips einsetzbar.) Auch wurde hier auf den Chip GeForce2 Go aufmerksam gemacht, der auch Notebooks die Welt performanter 3D-Grafik erschließt. Da NVIDIA selbst keine Endkundenprodukte herstellt, musste man sich für käufliche Systeme rund um die Chips bei den verschiedenen Grafikkarten- und Notebook-Herstellern umsehen.
OLED ist ein Hit
Ein
weiteres technisches Highlight gab es dann auf dem Stand von Kodak (www.
kodak.com/go/OLED) zu entdecken: Displays mit der neuen OLED
Technologie (Organic Light Emitting Diode). Schon seit Jahren wird an organischen
Stoffen geforscht, die beim Anlegen einer Spannung in verschiedenen Farben leuchten.
Doch es gab unzählige Probleme, die bis jetzt noch nie in einem einzelnen
Produkt gemeinsam zufriedenstellend gelöst wurden. So gilt es neben der
Suche nach möglichst leuchtkräftigen Stoffen für die drei Grundfarben
Rot, Grün und Blau, auch deren Langzeitbeständigkeit, Unempfindlichkeit
gegenüber Umwelteinflüssen und leichte Verarbeitbarkeit sicherzustellen.
Kodak ist mit der Entwicklung nun so weit, verschiedene Prototypen von Farbdisplays vorzustellen und die Technologie an Partner zu lizenzieren. So gibt es in den USA beispielsweise schon ein Handy der Firma Motorola, das die Vorzüge dieser neuen Displays nutzt. Diese Vorteile sind auf der einen Seite im geringen Stromverbrauch, auf der anderen Seite in der extrem platzsparenden Bauweise begründet.
Im Vergleich zu einem Flüssigkristall-Display braucht die neue Technik keine Hintergrundbeleuchtung. Um einen hohen Kontrast bei den verschiedensten Umgebungshelligkeiten zu erzielen, haben übliche LCDs eine sehr starke, flächig aufgefächerte Beleuchtung hinter der eigentlichen Flüssigkristallmatrix. Die Flüssigkristalle steuern nur noch, ob an einem Pixel dieses Licht durchgelassen wird oder nicht. Verschiedene Farbfilter sorgen für die drei Grundfarben.
Somit muss aber die Hintergrundbeleuchtung für sehr viel Licht sorgen, egal ob auf dem Display wirklich viel Helles angezeigt wird oder gerade alle Bildpunkte dunkel gesteuert sind. Das verbraucht unnötigerweise eine ganze Menge Strom. Bei den OLED-Displays leuchten die Farbstoffe in den einzelnen Pixeln beim Anlegen einer Spannung selbst und es kann somit auf eine Dauerbeleuchtung verzichtet werden. Es wird gerade so viel Strom verbraucht, wie zur Darstellung des jeweiligen Bildes notwendig ist.
Außerdem führt der Wegfall der Hintergrundbeleuchtung auch dazu, dass die Displays sehr viel dünner ausfallen und sogar auf flexiblem Untergrund hergestellt werden können. Durch all diese Faktoren ergeben sich wirklich viele neue und verbesserte Anwendungsgebiete. Die Displayprototypen und das Serienhandy, die wir auf der Messe begutachten konnten, hatten ein sehr angenehmes, leucht- und kontraststarkes Bild, das jedoch auf den ausgestellten kleinen Bildschirmen leicht farbverfälscht erschien.
Dies lag daran, dass der erreichbare Farbraum der OLED-Technologie nicht ganz deckungsgleich mit dem von normalen Röhrenmonitoren oder LCDs ist, für die Prototypen aber der Einfachheit halber Standardkomponenten verwendet wurden, um Videosignale abspielen zu können. Da diese Standardkomponenten die leicht andere Farbdarstellung nicht berücksichtigten, wurden die Filme tatsächlich etwas farbverfälscht dargestellt. Bei der Serienproduktion wird dies aber zweifelsfrei behoben sein.
Der andere Farbraum ergibt sich übrigens aus dem Problem einen dem Rot und Grün gleichwertigen blauen Leuchtstoff zu entwickeln. Als kleiner Hintergrund sei hier erwähnt, dass das Fernlicht in den deutschen Autos laut Verordnung im Armaturenbrett durch ein blaues Kontrollsignal dargestellt werden soll. Da es aber lange Zeit nicht möglich war, preiswerte und leuchtstarke blaue LEDs zu erzeugen, wurde das Kontrolllicht meist durch ein kleines Glühlämpchen hinter einer blauen Maske dargestellt, während die anderen Kontrollanzeigen schon direkt durch LEDs realisiert wurden.
Erst später gelang es, die gewünschten blauen LEDs in geeigneter Form zu produzieren, sodass heute, falls nicht komplett andere Anzeigeformen gewählt werden, alle Kontrolllichter direkt als LEDs ausgeführt werden. LEDs sind den Glühlämpchen in vielerlei Hinsicht überlegen, da sie bei gleicher Helligkeit weniger Strom verbrauchen, weniger warm werden und kaum mal kaputt gehen.
Doch zurück zu den OLED-Displays. Zwei weitere Vorteile gegenüber LCDs sind die sehr schnelle Reaktion (LCDs tendieren zu Nachzieheffekten) und der extrem große Betrachtungswinkelbereich, unter dem man noch leuchtstarke, kontrastreiche und insbesondere farbtreue Bilder erkennen kann. (Bei LCDs geht meist mindestens die Farbtreue schnell verloren, wenn man schräg von der Seite darauf schaut.)
Es gibt sowohl Passiv-Matrix, als auch Aktiv-Matrix Versionen und es stellt kein Problem dar, die Pixel in einer Streifenmasken- oder Deltamasken-ähnlichen Anordnung zu platzieren. Die Produktion der Panels ist billiger als die vergleichbarer LCDs. Außerdem entfallen, wie oben erwähnt, alle Komponenten der Hintergrundbeleuchtung. So sind OLED-Displays letztlich auch robuster als LCDs.
Kodak erwartet, dass neben den schon vorhandenen Einzelanwendungen schon im nächsten Jahr eine breite Palette von Produkten zur Verfügung steht. Kodak selbst wird dabei allerdings jeweils nur als Lizenzgeber auftreten.
An anderer Stelle in diesem Bericht werden wir noch auf neue, extrem hochauflösende LCDs eingehen, die ebenfalls ganz phantastische Eigenschaften haben. Zu unser aller Glück wird sich hier hoffentlich ein fruchtbarer Konkurrenzkampf ergeben, der uns für jede Anwendung das geeignete, preislich erschwingliche Display beschert.
Von Mäusen und Lasern
Beim weiteren Ständeabklappern fiel uns bei der Firma Logitech (www.logi tech.de) eine besondere Maus auf, die Cordless MouseMan Optical (DM149,-). Das spezielle an dieser Maus ist die Kombination einer optischen Bewegungserkennung mit einer Funkübertragung der Signale an den Computer. Damit ist man weder durch ein Kabel noch durch eine spezielle Unterlage (sofern sie nicht spiegelt) in seinem Bewegungsdrang gehemmt.
Was uns beim ersten Ausprobieren auffiel, war die Tatsache, dass die Maus schon in recht geringer Höhe über der Unterlage den optischen Kontakt verliert. Diese "Kurzsichtigkeit" ist ein Segen für alle, die auf recht engem Platz mit der Maus manövrieren. Bei den optischen Mäusen des großen Software-Monopolisten ist es nämlich kaum sinnvoll möglich, die Maus am Bewegungsende hochzuheben und wieder neu aufzusetzen, da diese Produkte auch in großem Abstand zur Unterlage noch Bewegungsdaten erzeugen.
Das Handling ist somit bei der Cordless MouseMan Optical ganz genauso, wie man es von einer Standard-Maus gewohnt ist, nur eben viel komfortabler. Die Maus, die für Rechtshänder ausgelegt ist, liegt auch ausgesprochen gut in der Hand, wobei das ja immer eine sehr persönliche Entscheidung ist. Angeblich halten die Batterien 3 Monate. Es soll auch möglich sein, NiMH-Akkus einzusetzen.
Mal sehen, ob wir euch in einer späteren Ausgabe der t ausführlicher berichten können, ob die Batterien wirklich solange halten, die Funkübertragung problemlos und sicher ist und wie sich der Stromsparmodus auswirkt.
Eine weitere clevere Lösung haben wir am Stand von SSIAmerica gesehen. Wolfgang Stegmayr geht in seinem Extra-Bericht in dieser t näher auf die "mStation - mp3 fürs Auto" (www.my-mstation.com) ein, die das Problem der Datenübertragung auf das mobile Gerät ausgesprochen elegant anpackt.
Bei SGI war Schneider Laser Technologies (www.schneider-ag.de) zu Gast und zeigte einen Laser-Projektor. Es ist dabei irgendwie etwas schade, dass diese Firma es leider nicht versteht, ihr wirklich interessantes Produkt öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Die gezeigten Filme und Animationssequenzen waren zum großen Teil von so schlechter Qualität, dass man als nur kurz gefesselter Besucher den Eindruck mitnehmen musste, die Technologie sei wohl doch noch nicht so ausgereift.
Nur zwischendurch lief eine Demo, bei der man die hohe Schärfe, beeindruckende Farbintensität und ruhige Darstellung des Systems wirklich begutachten konnte. Und nur die wenigsten Standbesucher werden erkannt haben, dass das ständig auf der abgedunkelten Bühne umherwandernde Bild beweisen sollte, dass das Lasersystem prinzipbedingt scharfe Bilder zeichnet, egal wie der Projektionsuntergrund aussieht.
Wer mehr Information im Internet erhofft und die Firma endlich gefunden hat, muss nach einer zwar überspringbaren aber dennoch überflüssigen Flash-Animation Javascript einschalten, um überhaupt auf die eigentlichen Webseiten zu gelangen - ein Hinweis darauf erscheint jedoch nicht, nur eine leere weiße Seite. Das ist in jeder vorstellbaren Hinsicht unprofessionell. Schade, denn abgesehen davon sind die angebotenen Informationen überaus interessant und relativ gut aufbereitet.
Als Schneider Laser Technologies vor einigen Jahren erste Schritte machte, wurden noch große Reden geschwungen und ein Massenmarkt-taugliches Heimsystem in eine viel zu nahe Zukunft gerückt. Auch heute sind zumindest die präsentierten Lasereinheiten immer noch riesige Boxen mit reichlich Wärmeabgabe und nerviger Geräuschkulisse.
In ihnen wird aus drei einfarbigen Laserstrahlen (Rot, Grün, Blau) nach einer separaten Helligkeitsmodulation ein "einziger" farbiger Gesamtstrahl gebildet, der über eine bis zu 30 Meter lange Lichtfaser zur Ablenkeinheit geführt wird. Diese sorgt dann dafür, dass der Strahl zeilenweise das Bild darstellt, ähnlich wie bei der Kathodenstrahlröhre des Fernsehers. Die Ablenkeinheit ist dabei verhältnismäßig klein und leise.
Das Bild entsteht also letztlich dadurch, dass die Lasermischeinheit die jeweils richtige Farbe für den gerade von der Ablenkeinheit angesteuerten Punkt liefert. Da Laserstrahlen ein quasi vollständig paralleles Lichtbündel darstellen, ist eine optische Fokussierung im Gegensatz zu sonst üblichen Projektoren nicht nötig. Ob der Strahl nach 1, 2 oder 7 Metern auf die Projektionsfläche fällt macht so gut wie keinen Unterschied.
Das entscheidende Problem bleiben aber die leistungsstarken Laser in den drei Grundfarben. Da geeignete Laser, die direkt in der gewünschten Farbe schwingen, für Grün und Blau problematisch und teuer sind, wird zum Teil auf eine Technik zurückgegriffen, die einen vorhandenen Laserstrahl durch nichtlineare Optik auf eine andere Frequenz transponiert. Auch die Helligkeitsmodulation der recht starken Strahlen ist nicht ganz einfach zu realisieren, da bei einem einfachen Abschatten die entsprechenden Teile im Strahl einer heftigen Erwärmung ausgesetzt wären.
Selbst für den Laien wird sicherlich deutlich, dass hier ein ganz gewaltiger technischer Aufwand getrieben wird. Das erklärte Fernziel, einen Massenmarkt-tauglichen Projektor für zu Hause zu produzieren, wird denn auch in Zukunft davon abhängen, ob es gelingt, geeignete Diodenlaser zu finden, die mit erträglichem Aufwand die benötigten Farben zur Verfügung stellen und die Helligkeitsmodulation verlustarm durch direkte Ansteuerung des Lasers ermöglichen.
Die qualitativ hochwertige Demo hat auf ein solches Szenario schon sehr viel Lust gemacht. Doch selbst wenn die genannten Probleme gelöst sind, wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis auch die notwendige Infrastruktur zur Verfügung steht. Denn das Laser-System ist mit unseren aktuellen Fernseh- und Videoformaten sowohl im darstellbaren Farbraum (das Gesamtspektrum der darstellbaren Farben), als auch in der möglichen Auflösung (für den Laser wären höhere Auflösungen nicht nur möglich, sondern sie entsprächen viel eher seiner "natürlichen" Anwendung) hoffnungslos unterfordert.
Wenn es jedoch gelingt das System mit Datenmaterial zu füttern, das die Vorteile voll ausnutzt, dann verblassen im wahrsten Sinne des Wortes alle andere Darstellungsmethoden. Also müssen wir weiter hoffen, dass sowohl die technischen, als auch die Marketing-bezogenen Defizite bald aufgearbeitet werden und dann nicht schlussendlich die Gesundheitsbehörden die Anlagen wegen Gefährdung der Augen außer Gefecht setzen.
Neue Controller, auch für Linux?
Promise (www.promise.com), ein weiterer Aussteller in Halle 9, stellte unter anderem eine ganze Serie von Festplattencontrollern aus. Die Produkte sind sowohl als PCI-Steckkarte zum Nachrüsten älterer Rechner mit einer modernen Ultra-66- oder Ultra-100-fähigen ATA-Schnittstelle als auch fest auf das Motherboard als Raid-Controller verbaut in letzter Zeit immer beliebter und verbreiteter geworden.
So mancher PC, der wegen mangelnder Leistungsfähigkeit ausgemustert werden soll, kann mit einer geeigneten PCI-Karte von Promise, einer modernen Festplatte und einem preiswerten Speicherriegel wieder flott seine Arbeit verrichten. Denn viele typische Anwendungen profitieren deutlich mehr durch eine schnelle Festplatte im so genannten DMA-Betrieb und einen größeren Hauptspeicher, als durch einen schnelleren Prozessor.
Ein größerer Hauptspeicher sollte wiederum von einer entsprechend angepassten Auslagerungsdatei begleitet werden, die auf einer möglichst schnellen Platte angelegt ist. Da in Systemen, wie sie heute zuhauf bei den Anwendern stehen, neben der Erstausstattung mit Festplatte und CD-ROM Laufwerk zwischenzeitlich meist ein DVD-Laufwerk und/oder ein CD-Brenner Einzug gehalten haben, ist für eine weitere moderne Festplatte kein Anschluss mehr verfügbar oder sie muss sich den Anschluss mit einem anderen Gerät teilen (Master/Slave), was die Performance stark einschränkt.
Außerdem unterstützen die älteren Motherboards oft nicht die aktuellen Zugriffsmethoden auf moderne Festplatten. Wenn beispielsweise noch ein so genannter PIO-Mode benutzt wird, so läuft dadurch nicht nur die Platte langsamer, sondern der ganze Rechner wird beim Zugriff auf sie unnötig gebremst, da der Prozessor die Daten sozusagen zu Fuß abholen muss und in dieser Zeit für andere Aufgaben nicht zur Verfügung steht.
Besonders beim Abspielen von Videos macht sich das dann durch heftiges Ruckeln bemerkbar. Mit einem so genannten DMA-Modus wird das Problem elegant gelöst, da hier die Daten fast ganz ohne Zutun des Prozessors ihren Weg optimal schnell in den Hauptspeicher finden. Ganz nebenbei löst ein solcher Controller auch die Probleme, die ältere Rechner beim Erkennen der richtigen Festplattengröße haben, wodurch leider so manches 40 GByte-Monster auf 8 GByte kastriert wird.
Die oben erwähnten RAID-Controller sind zwar eigentlich darauf ausgelegt, mehrere Festplatten zu einem Verbund zusammenzufassen, der dann entweder einen besonders schnellen Zugriff (RAID 0) oder eine besonders hohe Datensicherheit (RAID 1) ermöglicht, lassen sich aber durch geeignete Konfiguration auch zum "normalen" Festplattenbetrieb bewegen.
Wie schon erwähnt sind diese Produkte in letzter Zeit immer weiter verbreitet, doch sie haben auch einen gewissen Nachteil: Wer auf seinem System auch Linux einsetzt, wird auf so manches unangenehme Problem stoßen. Deshalb sei hier ein kleiner Aufruf gestartet, dass sich Leute, die von einer solchen Situation betroffen sind oder sein würden, bei Promise unter linuxcomments@promise.com mit einer E-Mail melden. Der nette Mann auf dem Stand wäre froh, wenn durch eine ausreichende Anzahl Kundenanfragen die Angelegenheit eine weitergehende Beachtung innerhalb der Firma finden würde - und diesen Gefallen können wir im doch gerne tun!
Beim Verlassen der Halle 9 (welch ein Segen für die stressgeplagten Ohren)
hatten wir schon schwere Bedenken, ob unsere Gesundheit so stark gelitten hat,
dass wir weiße Flecken sehen. Doch schnell stellte sich heraus, dass die
Bildstörungen sich in kristallinen Strukturen gefrorenen Wassers manifestiert
hatten. Einfacher gesagt: Es schneite ganz schön dicht und wir wurden unvermittelt
an die "SchneeBIT" im Jahre 1987 erinnert, als die gesamte Veranstaltung
in meterhohem Schnee zu versinken drohte. Glücklicherweise blieb uns dieses
Extrem diesmal erspart, doch es hatte sich wieder die Richtigkeit eineralten
chinesischen Weissagung gezeigt: "Hat die CeBIT noch nicht zu, sind Sommelleifen
noch tabu!"
In der dritten Dimension
Unser Weg führte uns vorbei an Halle 10 mit dem so genannten CeBIT Jobmarket, über den Tobias Heckmann in seinem Erlebnisbericht "Auf der Suche nach einem Platz im Leben" einiges Interessantes herausgefunden hat.
In Halle 12 fanden wir dann bei der 4D-Vision GmbH (www.4d-vision.de) 3D-Displays, die ganz ohne extra Brille einen sehr guten räumlichen Eindruck vermitteln (so genannte Autostereoskopie). Dabei kann man sich sogar vor dem Display seitlich hin und her bewegen und erhält in einem gewissen Blickwinkelbereich die entsprechende seitliche 3D-Ansicht (allerdings "springt" das Bild dabei etwas). Erreicht wird das durch ein spezielles optisches System, das genau für den dahinterliegenden Plasma-Monitor berechnet wurde.
Den alten 3D-Postkarten (und Bildmotiven auf den Perry Rhodan Sammelbänden) nicht unähnlich, werden hier allerdings acht verschiedene Ansichten so im Raum platziert, dass die beiden Augen jeweils getrennte aber zugehörige Bildeindrücke sehen. Somit bietet sich auch für mehrere Betrachter gleichzeitig eine schlüssige dreidimensionale Darstellung, ohne die bei vielen anderen Verfahren zu beobachtenden Farbabweichungen.
Ein weiterer Unterschied zu den 3D-Postkarten ist das wellenlängenabhängige Filter, das statt des aufgeprägten Linsenarrays dafür sorgt, dass die verschiedenen Ansichten im Raum verteilt werden. Dieses Filter wird in einem kurzen Abstand fest vor das eigentliche Display montiert, das wegen der präzisen Pixelgeometrie vorzugsweise ein LCD oder Plasmabildschirm ist. Wenn nun die Augen in unterschiedlichem Winkel auf die Bildfläche schauen, werden durch das Filter jeweils bestimmte Pixel bzw. Subpixel (ein Bildpunkt, Pixel genannt, besteht aus drei Subpixeln in den Farben Rot, Grün und Blau) verdeckt. Wellenlängenabhängig ist das Filter, da es für die Maskierung verschiedene Farben verwendet.
Natürlich geht dadurch ein Teil der ursprünglichen Auflösung des verwendeten Flachbildschirms verloren. Durch die speziellen Eigenschaften des Filters (Farb-Maskierung) ist dies jedoch weniger schlimm, als durch die acht Ansichten zu erwarten wäre. Allerdings ist kleine Schrift schlecht zu lesen und bei näherer Betrachtung ist das Bild ein wenig krisselig.
Bilder, die auf einem solchen Display dreidimensional dargestellt werden sollen, müssen mit einer speziellen Software entsprechend vorverarbeitet werden. Dazu sind selbstverständlich räumliche Rohdaten notwendig, die bei Computergrafiken jedoch meist relativ leicht zu erhalten sind. Filme werden optimaler Weise mit acht Kameras aufgenommen. Die verschiedenen Blickwinkel werden dann entsprechend kodiert vom 4D-Vision-Display wieder korrekt im Raum verteilt. Die Rechenverfahren sind dabei so weit optimiert, dass fast eine Echtzeitdarstellung möglich ist.
Toshiba bietet solche Bildschirme schon für ihre Ultraschallgeräte in der medizinischen Diagnose an. Neben solchen spezialisierten Anwendungen, die ganz besonders dadurch profitieren, dass mehrere Beobachter gleichzeitig an dem 3D-Erlebnis teilhaben können, peilt die Firma aber gerade auch den Massenmarkt an und hofft, schon in einigen Jahren 3D-Fernsehen im großen Maßstab, beispielsweise bei der Fußball-WM oder olympischen Spielen anbieten zu können.
Lassen wir uns überraschen, ein beeindruckendes Erlebnis war es in jedem Fall und es gibt einem neue Hoffnung für die Vision von echtem 3D-Fernsehen. Der Name 4D-Vision bezieht sich übrigens auf die Zeit, die neben den drei Raumdimensionen die vierte Dimension ist und damit auf die Tatsache hinweist, dass hier bewegte, dreidimensionale Bilder gezeigt werden und ganz nebenbei soll der Name das Verfahren von den gängigen 3D-Displays unterscheiden.
Volle Ladung im Hemd
Nur wenige Stände weiter konnten wir bei Etion (www.etion.com) eine wichtige Komponente zukünftiger tragbarer Technologien begutachten. Ein grundlegendes Problem haben nämlich all die schönen neuen mobilen Geräte: Wir haben zwar inzwischen verschiedene brauchbare Technologien zur drahtlosen Übertragung von Informationen zur Verfügung, doch diese verbrauchen alle Strom und ein sinnvoll anwendbares Verfahren zur drahtlosen Energieübertragung fehlt bis jetzt.
Deshalb können wir zwar jederzeit unsere E-Mails aus dem Äther fischen, müssen die dafür notwendige Energie aber häppchenweise in mehr oder minder schweren und sperrigen Akkus bzw. Batterien mit uns rumtragen. Besonders neu angedachte "Trendsetter" wie "Wearable Computer" (tragbare Computer, hier allerdings ist das "tragbare" nicht primär auf das Gewicht bezogen, sondern darauf, dass man sie zum Beispiel wie eine Jacke, einen Hut oder ähnliches Kleidungsstück trägt) sind ganz wesentlich auf eine adäquate Stromversorgung angewiesen.
Die Firma Etion bietet mit ihren Battery Packs maßgeschneiderte Akkus auf Lithiumionen-Polymer Basis an. Diese haben eine sehr hohe Energiedichte, sind trocken und können somit nicht auslaufen, haben keinen so genannten Memory-Effekt (der dafür sorgt, das viele herkömmliche Akkus nach einigen Lade-/Entladezyklen nur noch einen Teil ihrer ursprünglichen Ladung aufnehmen können), sind leicht und können in fast beliebigen Formen produziert werden.
Das geht so weit, dass auch sehr dünne und sogar flexible Akkus produziert werden können, die sich für oben genannte "Wearable Computer" eignen, da sie in die Kleidungsstücke eingenäht werden können oder selbst Teil von ihnen sind. Außerdem lassen sich in den verschiedensten technischen Geräten diese Akkus derart integrieren, dass sie den verfügbaren freien Raum, sei er auch noch so verwinkelt, optimal nutzen.
Eine dünne Platte mit der Grundfläche eines üblichen Notebook bringt es bei minimalem Gewicht auf eine Kapazität von immerhin 6000 mAh. Solange wir noch auf eine sinnvolle Lösung für die drahtlose Energieübertragung warten müssen, uns aber auf der anderen Seite Bluetooth-Headsets (Funkkopfhörer mit Mikrofon) einbilden, um das lästige Kabel vom Ohr zum Handy am Gürtel zu ersetzen, sind solche Akkusysteme sicherlich der nächstbeste Weg, um eine sinnlose Schwemme von Wegwerfbatterien zu verhindern.
Mit einigen erst gemeinten Sorgen um unsere Umwelt machen wir uns wieder auf unsere geschundenen Füße, die auch eine neue "Akkuladung" vertragen könnten.
Datengräber von heute
Strom verbrauchen übrigens auch die Speichermedien der mobilen Geräte, wobei die immer beliebter werdenden Mini-Festplatten zwar vergleichsweise viel Speicherkapazität bieten, aber auch mehr Energie verbrauchen, als die verschiedenen Memory-Cards, die angeboten werden. Bei Iomega (www.iomega.de "Produktkatalog") konnten wir erfahren, dass das Microdrive von IBM für EUR 299,_ in den Vertrieb aufgenommen wurde. Es heißt hier Iomega® Microdrive 340 MB und passt, wie schon früher berichtet, in einen Typ-II-CompactFlash+-Steckplatz, wie er in vielen PDAs und Digitalkameras zu finden ist.
Bei
einem Gewicht von 16 Gramm und einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 4500 Umin-1
bietet sie massig Speicherkapazität und reichlich Geschwindigkeit. Der
Preis beinhaltet einen PC-Karten-Adapter, durch den es auch in den üblichen
Steckplätzen von Notebooks einsetzbar ist.
So viel zu den Kleinsten, doch nicht weit entfernt, bei Seagate (www.seagate.com), zeigen uns zwei neue Festplatten, was bei den Großen Stand der Technik ist: Die Barracuda 180 ist mit ihrer Kapazität von 180 GB die zurzeit größte Einzelfestplatte; die Cheetah X15 36LP hat mit 15.000 Umin-1 die höchste Umdrehungsgeschwindigkeit und ist damit eine der schnellsten Festplatten überhaupt.
Auf Textseiten umgerechnet speichert die Barracuda 180 eine Menge, die einem Stapel entspricht, der dreimal höher als das Empire State Building ist. Aber nicht nur im Handling unterscheiden sich die beiden Methoden, Daten zu speichern. Die Barracuda eignet sich besonders für die wachsenden Ansprüche von Multimedia-Anwendungen wie Video und Musik, aber natürlich auch für große Datenbanken mit Unternehmensdaten.
Bei einer Spindelgeschwindigkeit von 7.200 Umdrehungen pro Minute erreicht sie durch ihre hohe Speicherdichte eine formatierte Datentransferrate von bis zu 47 MByte pro Sekunde. Ein 16 MByte großer Cache zeichnet sie ebenso für den professionellen Serverbetrieb aus, wie ihre Ultra160-SCSI-Schnittstelle und ein spezielles System, das die Auswirkungen von Vibrationen, die beim Einsatz mehrerer Festplatten in einem Gehäuse die Performance der Einzellaufwerke stark beeinflussen können, wirksam unterdrückt.
Nebenbei ist sie auch erfreulich leise, was uns dann doch wieder davon träumen lässt, ein solches Monster-Laufwerk in unserem PC zu haben. Wer wünschte sich nicht auch eine leise Festplatte Das Problem eines angemessenen Backup-Verfahrens ist bei der Cheetah X15 36LP zwar angesichts ihrer "lediglich" 36 GByte etwas geringer, mit haushaltsüblichen Methoden (DAT-Tape oder CD-R) sind dennoch beide Produkte nicht gerade leicht zu sichern.
Vielleicht hilft da der DVD-Writer von Philips in Zukunft weiter, doch aktuell sind die verschiedenen Systeme, DVDs beschreibbar anzubieten, noch zu inkompatibel - sowohl untereinander, als auch zu den infragekommenden Leselaufwerken. Deshalb werden wir uns mit diesem Thema wohl frühestens in der Winterausgabe der troja im SYSTEMS-Bericht beschäftigen.
Greencard, oh Greencard
Bis dahin fragen wir doch einfach mal beim "Recruitment Center" am Stand, wie es denn bei Philips angesichts der Greencard-Euphorie der letzten CeBIT mit Stellenangeboten aussieht. Und prompt erhalten wir die überaus irritierende Antwort, dass sie momentan gar keine Informatiker, sondern Elektrotechniker und Elektroniker suchen. Vielleicht sollten die zuständigen Leute in den Verbänden, die letztes Jahr von 100.000 dringend benötigten Fachkräften in der Informatik sprachen und schon den Teufel der technologischen Rückständigkeit an die Wand malten, mal mit ihren Mitgliedern konferieren.
Immerhin konnte das Arbeitsamt, das schon kurz nach dem offiziellen Start der Aktion ein Angebot von weit über 10.000 Bewerbern (Stand 13.9.2000, letzte uns verfügbare Angabe) vorweisen konnte, seit letztem Jahr nur ganze 6.000 (Stand 21.3.2001) Hightech-Arbeitskräfte aus dem Ausland mittels Greencard vermitteln (Stand Juli 2001: 8556), obwohl stetig weitere Bewerber hinzukamen.
Wenn den 100.000 angeblich unbesetzbaren Arbeitsstellen fast 4 Millionen Arbeitslose gegenüber stehen, dann kommt immer wieder der Hinweis, dass darunter keine geeigneten Arbeitskräfte zu finden seien. Sind aber unter all den Bewerbern, die durchweg Grundvoraussetzungen im Bereich der Informatik besitzen, da sie sonst gar nicht in die Anwärterliste kämen, und ausreichende Sprachkenntnisse (wenn auch teilweise eher Englisch als Deutsch) aufweisen, nur 6.000 passende Kandidaten zu finden, erweckt das doch den Verdacht, unsere Industrie bräuchte entweder nicht wirklich dringend Leute oder sie ist einfach zu wählerisch.
Womit wir wieder bei dem Problem wären, dass 18-jährige Hochschulabgänger mit 10 Jahren Berufserfahrung in mindestens 8 Spezialgebieten auch im internationalen Ausland nicht für das sprichwörtliche "Appel und Ei" zu haben sind. An den Einschränkungen der Greencard auf 5 Jahre liegt es bei einem solchen Bewerberansturm sicherlich nicht, was unabhängige Umfragen auch in Indien ergeben haben.
Vielleicht ist es für unsere Industrie nur schwer gewesen zu erkennen, dass gute Mitarbeiter erst mit der Zeit und durch innerbetriebliche Ausbildung heranreifen und dass das alles eben eine schöne Stange Geld kostet. Oder haben die Verbandsbosse angesichts der nahenden Börsentalfahrt und der Entlassungswelle, die sich besonders jetzt kurz vor Redaktionsschluss der t erkennen lässt, damals nur nach einer billigen Ausrede gesucht, um zu erklären, warum es nicht ständig unbegrenztes Wachstum geben kann?
Es gibt eine Übersicht (Stand: Juli 2001) über den seit Jahresbeginn weltweit angekündigten Abbau von Arbeitsplätzen bei großen Elektronik- und Technologiekonzernen: Lucent - 49.000, DaimlerChrysler - 35.500, Unilever - 33.000, Nortel - 30.000, Motorola - 30.000, Ericsson - 22.000, Solectron - 20.800, ABB - 12.000, Siemens - 10.000, Philips - 10.000, Fujitsu - 9.000, Infineon - 5.000. Dabei fehlen sowohl Cisco als auch HP und andere, die erst nach dieser Aufstellung ihre Zahlen bekannt gaben.
Wenngleich natürlich bei weitem nicht alle diese Arbeitsplätze direkt zur IT gehören, so stimmt es uns doch bedenklich, wenn wir auf der anderen Seite hören, dass angeblich mit jedem neueingestellten Greencard-Spezialisten 3-5 neue, zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Um dieses Märchen zu glauben, muss man wohl in entsprechend hohen Ämtern sitzen. Eine dezente Umfrage unter Bekannten, die bei einigen dieser Konzerne angestellt sind (alle aus dem IT-Bereich), löst diese Aussage auf jeden Fall nur heiteres Gelächter aus.
Wie auch immer, über das Thema Greencard haben wir das Wesentliche schon in der letzten t gesagt und wer sich jetzt von der Entwicklung überrascht gibt, der soll im Internet einfach noch mal nachlesen, was wir damals geschrieben haben.
Der totale Durchblick?
Um im wahrsten Sinne des Wortes den Überblick über das Angebot der Halle 12 abzurunden, lassen wir bei Eizo (www.eizo. de) noch kurz unsere Unterkiefer in eine entspannte, der Schwerkraft folgende Stellung gleiten. Zwei Prototypen aus dem Bereich Flüssigkristalldisplay (LCD) lassen an unseren bisherigen Erfahrungen mit diesem Monitortyp doch ganz erhebliche Zweifel aufkommen.
Wenn diese Prototypen in circa einem halben Jahr auf den Markt kommen, werden sie zwar allein schon über ihren Preis extrem elitären Anwenderkreisen vorbehalten bleiben, doch die Gewissheit, das so etwas technisch machbar ist, lässt uns mit einer diebischen Vorfreude in die Zukunft schauen. Es handelt sich um ein farbiges (FA2090) und ein monochromes (FC2090) Display mit jeweils 2048*1536 echter Pixelauflösung. Bei fast 53 cm Bilddiagonale, 650 Candela pro m2 Helligkeit und einem Kontrastverhältnis von 600:1 ist das Bild aus fast jedem Winkel einwandfrei und fast ohne die LCD-typischen Farbverfälschungen sichtbar.
Mit diesem erfreulichen Eindruck verabschieden wir uns für den Sonntag von der Messe, nur um uns am nächsten Tag, mit der Gewissheit gewappnet, dass dies vorerst die letzte Tortur für unsere Füße wird, wieder frühzeitig auf den Weg zu machen.
In
Bezug auf Perfektion in der Displaytechnik dachten wir nach den OLED-Displays
von Kodak (die als Neueinsteiger noch nicht diese Größen erreichen)
bei Eizo nun das aktuelle Optimum gefunden zu haben, wurden aber bei
IBM (www.re
search.ibm.de) in Halle 1 eines Besseren belehrt. Der dort gezeigte
Prototyp konnte erst beim Bildwechsel (es wurden nacheinander verschiedene
Demos gezeigt, darunter auch einige nicht animierte Postkartenmotive) von einer
hintergrundbeleuchteten Präsentationsfolie unterschieden werden.
Auch er hatte so gut wie keine Einschränkungen des Bildeindrucks, selbst
wenn man sehr stark seitlich auf das Display guckte. Mit 200 Pixel pro Zoll
und mehr als 9 Millionen Pixel auf einer Bilddiagonalen von 22" übertrifft
er derzeit wirklich alles in diesem Bereich. Möglich wurde das durch die
Verwendung neuer Materialien, insbesondere werden in verschiedenen Prototypen
Aluminium und Kupfer statt Molybdän und Wolfram eingesetzt. Damit werden
in Zukunft hochauflösende Displays sehr viel günstiger zu fertigen
sein.
Bei IBM hofft man dadurch, die Technologie möglichst bald auch für den Massenmarkt zugänglich zu machen. Die aktuellen Modelle werden noch in diesem Jahr an Forschungseinrichtungen ausgeliefert. Speziell im Bereich Simulation an Supercomputern, aber auch in der Medizin, der Meteorologie, den Medien, dem Grafikdesign, der Produktentwicklung sowie der Satellitenkartografie kann die extrem hohe Auflösung mit fotoähnlicher Darstellung ein ganz neues Arbeiten ermöglichen.
Wenn wir wieder nach Hause kommen und auf unseren zugegebenermaßen schon recht edlen Eizo 19"-Röhrenmonitor schauen, werden diese Displays nur noch ein verwehender Schatten einer Erinnerung sein - aber was für einer! In unseren Träumen werden sie uns von Zeit zu Zeit besuchen, um uns zu zeigen, wie die Zukunft aussehen kann.
Beam me up, Scotty!
In
den Bereich Zukunftsmusik fallen auch einige andere Ausstellungsstücke,
die IBM auf dem Stand als Technologie-Ausblick präsentiert. Dazu
gehört eine Armbanduhr mit hochauflösender Anzeigefläche,
auf der ein Linux-Betriebssystem mit X11-Server läuft und die über
Bluetooth mit anderen Geräten drahtlos Daten austauschen kann. Genauso
gehören einige Schmuckstücke dazu, die erst bei genauem Hinsehen
offenbaren, dass es sich nicht nur um Ohrringe, sondern um Lautsprecher;
nicht nur um eine Halskette, sondern auch um ein hochwertiges Mikrofon;
nicht nur um einen Ring oder ein Armband, sondern auch um ein
Paging-Device (das beispielsweise eingehende Mails oder anstehende Termine durch
Farbwechsel des Rings anzeigt) oder ein Mini-PC-Display handelt.
Diese
Machbarkeitsstudien wären früher sicher nur für militärische
Geheimdienste entworfen worden, haben aber heute den Anspruch, alltägliche
Funktionen im Umgang mit der Technik in alltägliche Gegenstände mit
hochwertigem Design zu integrieren, um uns auf diese Weise von der lästigen
Rumtragerei der vielen nützlichen Geräte wie Handy, Walkman und elektronischem
Notizbuch zu befreien und uns hin zu einer möglichst intuitiven Benutzung
der unsichtbaren Helfer zu bringen.
Es käme ja heute auch niemand auf die Idee wegen eines Reißverschlusses, Jeansnieten oder Klettverschlüssen irgendeinen besonderen Aufstand zu veranstalten, bloß weil es überaus nützliche Ergänzungen unserer Kleidungsausstattung sind.
Elektronisches Papier?
Die Halle 1 bietet neben einer Unzahl weiterer Aussteller noch ein anderes zukunftsweisendes Schmankerl, das allerdings noch nicht live zu sehen war. Doch immerhin leugnet Xerox auf seinem Stand nicht mehr die Tatsache, dass in dem legendären Palo Alto Research Center von Dr. Nick Sheridon eine Erfolg versprechende Variante des schon öfter voreilig angekündigten elektronischen Papiers entwickelt wurde, die jetzt von einer Firma namens Gyricon Media (www.gyriconmedia. com, siehe auch www.parc.xerox. com/dhl/projects/gyricon/) vermarktet wird.
Dieses "Papier" besteht - vereinfacht dargestellt - aus zwei dünnen Folien, zwischen denen eine Art elektrisch beschreibbarer Toner eingebettet ist, der aus mikroskopischen Perlen besteht, die, in einen Hauch Öl gebettet, sich in entsprechend winzigen Bläschen bewegen können. Die Adhäsion zwischen Perle und Bläschenwand sorgt dafür, dass unter normalen Umgebungsbedingungen die Perlen, deren eine Hälfte hell, die andere dunkel gefärbt ist, ihre Ausrichtung nicht verändern.
Da die beiden verschiedenfarbigen Hemisphären der Perlen entgegengesetzt elektrisch geladen sind, können sie jedoch durch Anlegen einer Spannung von um die 100 Volt dazu gebracht werden, sich umzudrehen. Auf diese Weise ist es möglich, mit einem entsprechenden Stift darauf zu schreiben, oder mit einer entfernt druckerähnlichen Apparatur darauf zu drucken. Das Ergebnis lässt sich von den Aufsichteigenschaften durchaus mit Papier vergleichen. Es ist weder eine besondere Beleuchtung, noch ein eingeschränkter Blickwinkel zu beachten.
Das "Papier" kann viele Tausend mal gelöscht und neu beschrieben werden und enthält, sollte es einmal entsorgt werden müssen, keine giftigen Bestandteile. Ein Ausbleichen wird dadurch verhindert, dass es sich nicht um gefärbte Stoffe sondern um Farbpigmente handelt. Zurzeit wird eine Auflösung von 100 dpi erreicht, aber 300 dpi und mehr sind möglich und werden für die Zukunft angestrebt.
Als Designidee gibt es auch schon eine Art (Zauber-) Stab, der als Scanner eingesetzt einfach über ein Dokument geführt wird (wie das HP schon mit dem CapShare vorgemacht hat), das Ergebnis dann durch genauso einfaches Darüberstreichen auf ein Stück des neuen elektronischen Papiers übertragen kann.
Denkbar sind auch ganze Bücher aus dem Material, das in Zusammenarbeit mit 3M so weit entwickelt wurde, dass es schon erste Rollen davon gibt. Hier würden in die Folie transparente Elektroden in einer Matrix eingelassen, die vom Buchrücken aus gesteuert, wechselnde Inhalte auf die Seiten "zaubern" können. Damit sind auch flexible Displays für mobile Geräte denkbar.
Der Energieverbrauch ist minimal, da zur Ausrichtung nur eine Spannung anliegen, aber kein Strom fließen muss und das aufgebrachte Bild oder der Text anschließend ohne jede weitere Maßnahme erhalten bleibt, bis er aktiv gelöscht oder überschrieben wird.
Sprachlos
Das alles ist fast so unglaublich wie flüssige und zuverlässige Spracheingabe bei Computern oder automatisches Übersetzen von Texten. Wie man aber in unseren Artikeln "HAL 9000 calling: ,I'm sorry Dave, I'm afraid I can't do that.`" (ViaVoice Pro Release 8) und "Personal Translator 2001 Office Plus - Der Fluch des Guten" sowie "Business English - Perfektes Englisch auch für ,Nichtengländer`" erkennen kann, sind zumindest diese beiden Visionen schon heute fast Realität geworden, wovon wir uns schon letztes Jahr auf der SYSTEMS und diesmal in Halle 2 bei IBM (www.soft ware.ibm.com/speech.de, www. viavoice.de) und Linguatec (www.linguatec.de) und in anschließenden ausführlichen Tests überzeugen konnten.
Bleibt uns noch zu berichten, dass wir bei Network Associates (www.de.nai.com) erfahren haben, dass die Reihe der von uns in früheren trojas vorgestellten McAfee Office Produkte, die eine Zusammenfassung von sehr vielen unterschiedlichen Tools darstellten, nicht mehr weiter verfolgt wird, da sich gezeigt hat, dass die meisten Anwender mit solchen Monster-Sammlungen überfordert waren und der vielfältige Nutzen nicht zur Geltung kam.
Deshalb konzentriert man sich bei NAI jetzt wieder auf übersichtliche Einzelprodukte, die nach und nach in aktualisierter Fassung erscheinen. Neben der PGP Personal Privacy 7.0 Verschlüsselungssoftware (www.mcafee-at-home.de), die im Mai in neuer Version vorgestellt wurde (jetzt mit einer integrierten PGPnet Firewall, Intrusion Detection/Blocking, einer Wipe-Funktion, die sensible Daten sicher löscht und einer Key-Reconstruction, die vergessene Passwörter anhand von mehreren persönlichen Fragen wieder verfügbar macht), sind das die Produkte VirusScan Classic, VirusScan Deluxe (beides bekannte Anti-Viren-Programme), McAfee Firewall (zum Schutz vor Eindringlingen aus dem Internet), Internet Guard Dog (Rundum-Schutz während des Surfens mit Firewall, Virus-Scanner und Internet/E-Mail-Filter auch für familienrelevante Einschränkungen), McAfee Utilities (zur Sicherung, Pflege und Optimierung der Windows-Einstellungen, etc.) und McAfee QuickClean (zum Aufräumen nach der Deinstallation von Programmen bzw. Entfernen nicht benötigter Dateien).
Vertrauen ist gut
Ein letzter Schlenker in die Halle 18 führt uns zum Stand der Firma tecways, die in Zusammenarbeit mit den Sparkassen ein System entwickelt, mit dem sicheres Banking mit Mobiltelefonen möglich werden soll.
Online-Banking ist seit der Zeit von BTX (später Datex-J, heute T-Online Classic) eine der wenigen wirklich akzeptierten und intensiv genutzten sinnvollen Online-Tätigkeiten. So wäre es doch schön, wenn man die Handybenutzer auch dafür gewinnen könnte. Gegen eine geringe Gebühr natürlich
Aber warum ist Online-Banking so ein Erfolg, dass sich viele Leute einen Btx-Anschluss geholt hatten, noch bevor es "in" war, Emails zu schreiben oder im Internet zu surfen? Sie wollten auch außerhalb der kundenfeindlichen Öffnungszeiten der Banken über den aktuellen Kontostand informiert sein und später auch Überweisungen etc. durchführen können.
Selbst heute gibt es - zumindest in Deutschland - wahrscheinlich mehr Personen, die ihr Konto online verwalten, als solche, die regelmäßig von zu hause aus private Emails verschicken. Und auch die Tatsache, dass zurzeit bei T-Online immer noch das gute alte BTX (in Form von T-Online Classic) angeboten wird, ist ausschließlich darauf zurückzuführen, dass die meisten Online-Konten immer noch über dieses geschlossene Netz geführt werden.
Eine Großzahl der Kunden nimmt nämlich lieber die Nachteile dieses alten Systems in Kauf, wenn sie dafür das Gefühl der Sicherheit und das mühsam aufgebaute Vertrauen in dieses Stück Technik nicht aufgeben müssen. Das Misstrauen gegenüber dem Online-Banking mit HBCI-Protokoll per Internet sitzt, nach allzu vielen anfänglichen Pannen, noch sehr tief.
Damit wären wir dann auch beim zentralen Punkt im elektronischen Geldverkehr angekommen: Dem Vertrauen in die Sicherheit. Aus der Sicht der Banken spielt es dabei eine eher untergeordnete Rolle, ob das Verfahren auch wirklich objektiv eine bestimmte Sicherheit bietet, solange nur genügend Leute daran glauben.
Die EC-Karten beispielsweise waren und sind noch immer unsicher. Aber die Kunden haben den Banken vertraut, da ja kaum vorstellbar war, dass diese jemals ein System anbieten würden, das nicht absolut zuverlässig ist. Und wer hatte vor 10 Jahren schon Ahnung von Kryptografie (wie die Kunst der Verschlüsselung und authentischen Übermittlung genannt wird) und konnte sich eine eigene Meinung bilden?
Erst mit der Zeit wurde immer offensichtlicher, dass die Banken auf geradezu fahrlässige Weise Grundregeln der Kryptographie und Informatik außer Acht gelassen hatten. Wer sich ein bisschen gruseln möchte, kann sich im Extra-Kasten " doch Kontrolle ist besser!" (siehe Seite 45) mehr Informationen darüber holen. Allen anderen sei hier nur zusammenfassend gesagt: Ja, das EC-System wurde so grob fahrlässig entworfen, dass den Banken nichts anderes übrig blieb, als sämtliche EC-Karten mit neuen Geheimnummern neu auszugeben.
Wenn nun die netten Mitarbeiter der Firma auf die Frage nach der Sicherheit antworten, dass ihr System allein schon deshalb sicher sei, weil ja Handys nicht abhörbar seien und auf den Hinweis hin, dass genau diese Verschlüsselung bekanntermaßen schon mehrfach geknackt wurde, sie sich darauf zurückziehen, dass ja ein sicheres HBCI-Protokoll benutzt würde, auf weiteres Nachfragen aber herauskommt, das nur eine Art Lightversion davon verwendet wird und anschließend die Sicherheit daher rühren soll, dass die verwendeten Programme und Codes auf dem Chip im Handy gespeichert seien und ja bekannt wäre, wer sich alles mit solchen Handy-Chips auskenne, dann bleibt bei uns irgendwie ein ungutes Gefühl zurück. (Die Standards dafür liegen übrigens offen!)
Herr (Gates), wirf Hirn
Nach
all diesen Informationen und mit all dem neuen Wissen ist der Kopf zwar schon
ganz schön gestresst, aber irgendwie widerstrebt es uns doch, beim Stand
von Microsoft uns abschließend noch ein neues Gehirn mitzunehmen.
Es ist uns zu grau, zu klein, zu eintönig, zu standarisiert, eben viel
zu sehr Microsoft. Doch wir werden aufpassen! Dieses Jahr mögen
es noch kleine Plastik-Schlüsselanhänger sein, die sie verteilen.
Doch schon nächstes Jahr wollen sie mit neuen Produkten direkt an unsere
Denkmasse und wir bleiben dabei, dass wir lieber unseren eigenen wirren Gedanken
folgen wollen.
Unser Bericht neigt sich jetzt dem Ende zu, auch wenn wir logischerweise nur einen sehr unvollständigen Überblick geben konnten. Wir hoffen dennoch, dass für möglichst viele Leser etwas Interessantes dabei war. Denn zweifellos war das Zusammenstellen und Aufschreiben all der vielen Fakten und Ansichten noch um einiges anstrengender als das Lesen. Doch irgendwie macht es auch Spaß, da wir es bis jetzt eigentlich immer geschafft haben, wie man im Internet bei der t leicht nachlesen kann, einige besondere Trends frühzeitig zu erkennen und richtig zu bewerten und somit auch selbst viel dabei gelernt haben.
Und waren die letzten Jahre der CeBIT auch sehr geprägt von recht zweifelhaften Neuheiten, so konnte man dieses Jahr, wenn auch mit etwas Mühe beim Suchen, wieder einmal einige echte technologische Fortschritte bestaunen, die eine geradezu als Science-Fiction anmutende Zukunft verheißen. Aber ist nicht gerade das der Sinn der Science-Fiction: Wissenschaftliche Entwicklungen und ihre Anwendungsmöglichkeiten so vorherzusehen, dass sie plausibel denkbar und in Zukunft einmal realisierbar erscheinen.
Wir haben jedenfalls unsere Sachen am Montag gepackt und uns auf den Heimweg gemacht. Vielleicht sehen wir uns ja mal auf der SYSTEMS (15.10. - 19.10. 2001) oder CeBIT (13.03. - 20.03.2002). Wer selbst mal über so eine Messe etwas berichten möchte, kann sich gerne bei uns melden (homepages.fh-regensburg.de/~troja/).