3-D Einarbeitung
(Strukturmechanik)
Das vorliegende Übungsbeispiel ist
in folgende Punkte gegliedert:
Lernziel
1
Aufgabenstellung
2 Idealisierung
3 Start
des ANSYS/ED-Programms
4 Das Preprocessing
5 Die Lösung
6 Das Postprocessing
7 Abschluß
8 Varianten
zum Selbststudium
9
Und wie geht es weiter ?
Lernziel
In diesem Beispiel werden Hinweise
zur Handhabung und zu Vorgehensweisen der Finite-Element-Modellerstellung
gegeben. Diese Hinweise sind empfehlenswert für die erfolgreiche Durchführung
anderer Beispiele.
Die Hinweise betreffen die Handhabung des
ANSYS/ED-Programms und der grafischen Oberfläche, darunter 3-D-Grafikoperationen,
die Selektier-Logik und das Konzept der Arbeitsfläche (working plane).
Die Finite-Element-Aufgabe stellt eine statische, 3-dimensionale Strukturmechanik-Berechnung
dar. Es wird die Geometriermodellierung (solid modeling) verwendet.
Für die Durchführung dieses Beispiel
sehen Sie etwa 1 bis 2 Stunden vor.
1 Aufgabenstellung
Die zu berechnende Struktur stellt eine
etwa 2 m breite Platte dar, die einem Balkon vergleichbar ist. Die Platte
ist an einer Seite (an der Hauswand) fest eingespannt und ragt 1 m nach
außen. Die Plattendicke beträgt am freien Außenrand 0.2
m. Die untere Seite ist gerundet, sie wird von der Außenkante zur
Einspannung hin dicker. Der Radius dieser Rundung beträgt 1.8 m.
Die Platte ist an der Oberseite durch eine
Verkehrslast beaufschlagt, die als Flächenlast (Druck) einzugeben
ist.
2 Idealisierung
Die Aufgabe wird mit einer statischen strukturmechanischen
Berechnung gelöst. Die Struktur wird durch ein 3-dimensionales Modell
abgebildet. Dazu wird ein Elementtyp verwendet, der als Volumen definiert
ist. Damit wird die gesamte Platte unter Berücksichtigung der Einwirkungen
der Plattenränder abgebildet.
Es wird ein Elementtyp mit einem relativ
einfachen Elementansatz verwendet. Jedes Element wird als Quader mit 8
Eckknoten ausgeführt werden.
Bei der Modellerstellung wird zunächst
die seitliche Fläche festgelegt und diese Fläche wird mit ebenen
Elementen vernetzt. Anschließend wird diese Geometrie mit dem
Netz in die dritte Richtung "herausgezogen" (extrudiert) und damit ein
Volumen gebildet. Das Flächenmodell wird anschließend inaktiviert.
3 Start des
ANSYS/ED-Programms
Beim Start des ANSYS/ED-Programms soll
sofort das ANSYS/ED-Menü eingeschaltet werden. Darum folgen Sie bitte
den Hinweisen der Installationsanleitung zum Start und zum Einschalten
des ANSYS/ED-Menüs.
Wenn aufgrund der Arbeit mit anderen Beispielen
noch das ANSYS/ED-Programm aufgerufen und das Menü eingeschaltet ist,
so löschen Sie zunächst die Arbeitsdaten des vorherigen Beispiels
mit den folgenden Schritten. Wählen Sie
Utility Menu> File>
Clear & Start New
Bestätigen Sie alle Warnungen und
Hinweise mit OK bzw. YES
(die Standardeinstellungen der Fragen sind für unsere Absicht zutreffend).
Bitte vergewissern Sie sich, daß
auf dem Bildschirm folgende Fenster mit den angegebenen Titelzeilen zur
Anwendung des ANSYS/ED-Programms bereitstehen,
- ANSYS Utility Menu
- ANSYS Main Menu
- ANSYS Input
- ANSYS Toolbar
Wenn diese Fenster vorhanden sind, arbeiten
Sie weiter. Wenn eines dieser Fenster oder gar alle nicht zu finden ist
bzw. sind, dann
- kontrollieren Sie, ob die Fenster ikonisiert
(kleingeschaltet) wurden,
- überprüfen Sie den Programmaufruf
von ANSYS/ED gemäß Installationsanleitung oder
- überprüfen Sie die Installation
des Programms anhand der Installationsanleitung.
4
Das Preprocessing
4.1 Jobname
Die Festlegung des Jobnamen erfolgt über
Utility Menu> File>
Change Jobname
Eingabe mit der Tastatur: STRUK
OK
4.2 Die Knoten, die Elemente und der
Elementtyp
Auch in diesem Beispiel wird mit der Geometriemodellierung
(Solid Modeling) zunächst die Definition der Geometrie vorgenommen,
wobei die "top-down-"Vorgehensweise verwendet wird. Damit wird zunächst
ein Rechteck erzeugt, anschließend ein Kreis und dann der Kreis vom
Rechteck durch eine Boole'sche Operation subtrahiert, so daß die
Rechteckfläche mit einem Bogenausschnitt übrigbleibt. Diese Fläche
wird zunächst in der Ebene automatisch vernetzt. Anschließend
wird die Fläche und das darin ausgeführte Element-Netz extrudiert
und zu einem Volumen erweitert.
4.2.1 Das Quadrat
Zur Festlegung des Quadrates wählen
wir
Main Menu> Preprocessor>
Create> Rectangle> By Dimensions
Xl, X2
0 1
Yl, Y2
0 1
OK
Wenn die Grafik aktualisiert werden soll,
kann dies erfolgen mit
Utility Menu> Plot>
Areas
Sichern Sie die bisherige Arbeit mit
Toolbar> SAVE-DB
4.2.2 Der Kreis
Verkleinern und verschieben Sie das Quadrat
mit
Utility Menu> PlotCtrls>
Pan, Zoom, Rotate
Klicken Sie mehrmals auf das Feld im mittleren
Bereich mit dem kleinen Punkt sowie die Felder mit den Pfeiltasten, bis
das Quadrat in die obere linke Ecke des Bildbereiches verkleinert und verschoben
ist. Die Festlegung des Kreises erfolgt nun mit:
Main Menu> Preprocessor>
Create> Circle> Solid Circle
Drücken Sie die linke Maustaste und
halten Sie die Taste gedrückt. Verschieben Sie nun den Mauszeiger
solange, bis im zuletzt geöffneten Fenster der Eintrag bei Global
X den Wert 1 und bei Global Y den Wert -1 hat. Lassen Sie nun die linke
Maustaste los. Damit ist das Zentrum der Kreisfläche an dieser Position
festgelegt.
Drücken Sie wieder die linke Maustaste
und halten Sie die Taste gedrückt. Verschieben Sie nun den Mauszeiger
solange nach oben, bis im zuletzt geöffneten Fenster der Eintrag bei
Global X den Wert 1
und bei Global Y den Wert 0.8
hat. Lassen Sie nun die linke Maustaste los. Damit ist der Rand der Kreisfläche
festgelegt.
Wählen Sie im zuletzt geöffneten
Fenster die Bestätigung OK.
Die grafische Darstellung wird nun an die
Abmessungen unserer Geometrie durch Anklicken des Feldes Fit
im Grafiksteuerungs-Fenster mit der Titelzeile Pan-ZoomRotate angepaßt.
Sichern Sie die bisherige Arbeit mit
Toolbar> SAVE-DB
4.2.3 Die Boole'sche Operation
Diese Boole'sche Subtraktion der Flächen
wird durch Anwählen von
Main Menu> Preprocessor>
Operate> Subtract> Areas
eingeleitet. Wir schieben den Mauszeiger
etwa in den Mittelpunkt des Quadrats und drücken auf die linke Maustaste.
Dadurch wird das Quadrat neu eingefärbt. Dies ist die Basisfläche
für die Subtraktion. Bestätigen Sie diese Auswahl durch Anklicken
von OK im zuletzt geöffneten Fenster.
Schieben Sie nun den Mauszeiger etwa in
den Mittelpunkt des Kreises und drücken auf die linke Maustaste. Dadurch
wird der Kreis neu eingefärbt. Dies ist die Fläche, die von der
Basisfläche subtrahiert wird. Bestätigen Sie diese Auswahl durch
Anklicken von OK im zuletzt geöffneten
Fenster.
Nun wird die Boole'sche Subtraktion ausgeführt.
Es erscheint im Grafikfenster der gewünschte Umriß des Quadrates
mit dem ausgeschnittenen Bogen an der Unterseite.
Die grafische Darstellung kann an die Abmessungen
unserer Geometrie durch Anklicken des Feldes Fit im Grafiksteuerungs-Fenster
mit der Titelzeile Pan-ZoomRotate angepaßt werden.
Sichern Sie die bisherige Arbeit mit
Toolbar> SAVE-DB
4.2.4 Der Elementtyp
Nachdem das Geometriemodell fertiggestellt
ist, wird nun in diese Fläche zunächst ein Netz von ebenen Elementen
und Knoten erzeugt. Wählen Sie hierzu
Main Menu> Preprocessor>
Element Type> Add/Edit/Delete
Add
Structural Solid
Quad 4node 42
OK
Damit wird in dem Fenster der Element Types
ein Eintrag vorgenommen, es erscheint in der Liste die Zeile
Type 1 PLANE42
als Bestätigung dafür, daß
als erster Eintrag mit der Referenznummer 1
der Elementtyp PLANE42 ausgewählt wurde.
Schließen Sie das Fenster mit der Titelzeile Element Types durch
Anklicken des Feldes
Close.
4.2.5 Das Vernetzen
Das Geometriemodell wird nun automatisch
mit einem Netz von Knoten und Elementen versehen, und zwar in diesem Beispiel
nur mit einem Netz von 5 mal 5 viereckigen Elementen. Dies erreichen
wir zunächst nach dem Auswählen von
Main Menu> Preprocessor>
Shape & Size> -Lines- All Lines
NDIV No. of element
divisions 5
OK
Nun kann die Vernetzung beginnen.
Wählen Sie hierzu
Main Menu> Preprocessor>
Mesh> -Areas- mapped> 3 or 4 sided
In dem dadurch geöffneten Fenster
mit der Titelzeile Mesh Areas klicken Sie
Pick All an. Damit wird die Vernetzung
ausgeführt.
Sichern Sie die bisherige Arbeit mit
Toolbar> SAVE-DB
4.2.6 Das Extrudieren
Es wird nun dieses ebene Netz in der x-
y- Ebene in die dritte Dimension des Raumes (also die z- Richtung) extrudiert,
also herausgezogen. Dadurch wird aus der bisher vorhandenen Fläche
ein Volumen, das senkrecht an diese Fläche angrenzt. Bei diesem
Extrudieren (Herausziehen) wird das vorhandene Finite- Element- Netz als
Grundlage mitgezogen und zu einem Netz von Volumenelementen erweitert.
Dabei wird aus jedem Viereckelement der Fläche ein Quaderelement im
Raum. Zusätzlich wird noch eine Anzahl angegeben, so daß
gleichzeitig nicht nur ein angrenzendes Quaderelement, sondern eine ganze
Folge von aneinanderhängenden Quaderelementen erzeugt wird.
Der Elementtyp der quaderförmigen
Volumenelemente ist bislang noch nicht in dieses Modell mit aufgenommen
worden. Das erfolgt nun dadurch, daß wir einen weiteren Elementtyp
auswählen und in die aktuelle Liste unseres Modells aufnehmen. Wählen
Sie
Main Menu> Preprocessor>
Element Type> Add/Edit/Delete
Add
Structural Solid
Brick 8node 45
OK
Die Liste der Elementtypen unseres Modells
ist um den zweiten Eintrag "Type 2 SOLID45"
erweitert worden. Schließen Sie diese Operation im Fenster
Element Types durch Anklicken von Close.
Zur Vorbereitung der Extrudier-Operation
geben wir nun an, daß die dabei entstehenden Elemente solche des
Typs 2 unserer Liste werden sollen, nämlich quaderförmige Volumenelemente.
Dies erfolgt durch eine Einstellung mit
Main Menu> Preprocessor>
-Meshing- Attributes> Default Attribs [TYPE] Element type number 2
OK
Damit werden von jetzt an alle neu erzeugten
Elemente als quaderförmige Volumenelemente ausgeführt.
Die Vorschrift, wieviele Volumenelemente
in der z-Richtung angeordnet werden sollen, legen wir fest mit
Main Menu> Preprocessor>
Shape & Size> -Global- Size NDIV No. of element divisions 8
OK
Nach diesen Vorbereitungen kann das Extrudieren
erfolgen und dabei automatisch ein Netz von Volumenelementen mit 8 Elementen
entlang der z-Achse erzeugt werden. Diese Operation leiten wir ein
durch die Auswahl von
Main Menu> Preprocessor>Operate>
Extrude/Sweep> -Areas- By XYZ Offset
In dem neu geöffneten Pick-Fenster
klicken wir den Eintrag Pick All an.
Nun wird mit dem Fenster mit der Titelzeile Extrude
Areas by XYZ Offset (Extrudiere Herausziehen von Flächen durch
Angabe einer Strecke) abgefragt, welche Strecken bei dieser Extrusion zugrundeliegen
sollen. Tragen Sie hier in dem rechten oberen, der Strecke DZ zugeordneten
Feld neben dem Text DX,DY,DZ Offsets for extrusion
(Strecke für die Extrusion) den Zahlenwert 2
ein. Die Zeile sieht damit so
aus.
DX,DY,DZ Offsets
for extrusion 0 0 2
Klicken Sie OK
an.
Das Berechnungsmodell ist nun aus den Volumenelementen
aufgebaut. Die Flächenelemente, die die Grundlage für das
Extrudieren bildeten, werden später noch entfernt. Sichern Sie
die bisherige Arbeit mit
Toolbar> SAVE-DB
4.2.7 Die grafische Kontrolle
Das Volumenmodell sollte nun zunächst
kontrolliert und inspiziert werden. Hierfür ist die Grafik-Steuerung
in dem Pan-Zoom-Rotate-Fenster geeignet. Das Fenster ist wahrscheinlich
aufgrund der vorangegangenen Operation mit dem Quadrat noch auf der Bildschirmoberfläche
vorhanden. Wenn es nicht mehr vorhanden ist, wählen Sie noch
einmal
Utility Menu> PlotCtrls>
Pan, Zoom, Rotate
Einige der Möglichkeiten, die in diesem
Fenster mit der Titelzeile Pan-Zoom-Rotate angeboten werden, können
gut anhand unseres Volumenmodells getestet werden.
Im oberen Bereich befinden sich Drucktasten
mit der Aufschrift Top, Front, Iso, Bot, Back usw. Durch Anklicken dieser
Tasten können Standard-Blickrichtungen ausgewählt und sofort
ausgeführt werden. Dabei steht Top für die Blickrichtung von
der positiven y-Achse aus (vergleichen Sie mit der eingezeichneten Koordinatensystem-Triade).
Front ist die Darstellung mit Blickrichtung von der positiven z-Achse,
Right ist die Darstellung mit Blickrichtung von der positiven x-Achse usw.
Darunter sind Drucktasten zum Zoomen (Ausschnittdarstellung)
angeboten. Durch das Anklicken einer Zoom-Taste wird der Mauszeiger zu
einer Lupe umgeschaltet, wenn er in das Grafikbild geschoben wird.
Jedes Zoomen wird dadurch erleichtert, daß der Ausschnittbereich
durch eine Gummiband-Funktion (rubberbanding) dem Mauszeiger folgt.
Wenn Sie Zoom wählen, muß zur
Festlegung des gewünschten Ausschnittes zunächst das Zentrum
des Bereiches und anschließend der Rand des Bereiches angeklickt
werden.
Durch Anklicken der Back Up-Taste wird
die letzte Zoom-Operation rückgängig gemacht. Dies kann auch
eine Folge von Zoom-Operationen gewesen sein, das Back Up macht jeweils
eine Zoom-Stufe rückgängig.
Wenn Sie Box Zoom wählen, können
Sie nacheinander eine Ecke und dann die diametral gegenüberliegende
Ecke des gewünschten Ausschnittes anklicken.
Wenn Sie Win Zoom wählen, können
Sie nacheinander eine Ecke und dann einen dazu gegenüberliegenden
Rand des gewünschten Ausschnittes anklicken.
Aber besser als alle Beschreibungen ist:
Ausprobieren! Testen Sie das Zoomen. Durch die Taste Fit im unteren
Bereich des Fensters kann jedes Zoomen wieder aufgehoben werden.
Im mittleren Bereich des Fensters sind
Drucktasten mit Symbolen zum Verschieben, Vergrößern/Verkleinern
und Verdrehen angeboten. Die Schrittweite, die bei jedem Anklicken eines
dieser Felder verwendet wird, kann durch den Schieberegler darunter gesteuert
werden. Diese Drucktasten können alternativ zu der folgenden Möglichkeit
genutzt werden.
Der Dynamic Mode, in einem Feld im unteren
Teil des Fensters angeboten, kann ein- oder ausgeschaltet werden. Das Schalten
erfolgt durch Anklicken des Textes oder des Rechteckes davor. Wenn dieser
Dynamic Mode eingeschaltet ist, wird das Symbol des Mauszeigers im Bildbereich
des Grafikfensters geändert zu einem Symbol mit drei radialen und
drei tangentialen Pfeilen. Dann ist gleichzeitig die Funktion der Maustasten
umgeschaltet. Die einzelnen Möglichkeiten werden am besten wiederum
durch einen Test beschrieben. Aktualisieren Sie die Grafik durch Auswahl
von
Utility Menu> Plot>
Elements
Schalten Sie den Dynamic
Mode ein und verschieben Sie den Mauszeiger in den Bereich des dargestellten
Modells etwa in die Mitte des quadratischen Rahmens, der das Bild umgibt.
Drücken Sie auf die linke Maustaste,
halten Sie die Taste gedrückt und bewegen Sie den Mauszeiger nach
links und rechts. Es erscheint ein Drahtrahmen, der dieser Bewegung
folgt. Lassen Sie die Maustaste los. Das Modell wird zur letzten Position
des Rahmens verschoben. Der zweite Teil dieser Funktion: Drücken Sie
auf die linke Maustaste, halten Sie die Taste gedrückt und bewegen
Sie den Mauszeiger nach oben und unten. Es erscheint wieder der Drahtrahmen,
der dieser Bewegung folgt. Lassen Sie die Maustaste los. Das Modell wird
zur letzten Position des Rahmens verschoben. Es zeigt sich: die linke Maustaste
kann zur Verschiebung nach oben und unten sowie nach links und rechts in
der Bildschirmebene verwendet werden.
Drücken Sie auf die rechte Maustaste,
halten Sie die Taste gedrückt und bewegen Sie den Mauszeiger nach
links und rechts. Der Drahtrahmen wird um eine Achse gedreht.
Bewegen Sie den Mauszeiger nach oben und unten. Der Drahtrahmen wird
um eine dazu senkrechte Achse gedreht. Lassen Sie die Maustaste los.
Das Modell wird entsprechend der letzten Position des Rahmens neu dargestellt.
Es zeigt sich: die rechte Maustaste kann zur Verdrehung um die Achsen der
Bildschirmebene verwendet werden.
Drücken Sie auf die mittlere Maustaste,
halten Sie die Taste gedrückt und bewegen Sie den Mauszeiger nach
links und rechts. Der Drahtrahmen wird um die Achse, die senkrecht
auf der Bildschirmebene steht (die Bildschirm-Normale), gedreht.
Bewegen Sie den Mauszeiger nach oben und unten. Der Drahtrahmen wird
entlang der Achse, die senkrecht auf der Bildschirmebene steht, verschoben
und dadurch verkleinert und vergrößert. Lassen Sie die
Maustaste los. Das Modell wird entsprechend der letzten Position
des Rahmens neu dargestellt. Es zeigt sich: die mittlere Maustaste
kann zur Vergrößerung/Verkleinerung und zur Verdrehung um die
Bildschirm-Normale verwendet werden.
Schalten Sie nun wieder den Dynamic
Mode aus.
Im unteren Teil des Fensters wird eine
Gruppe von Drucktasten angeboten. Mit der Taste Fit
kann das Modell automatisch bildschirmfüllend dargestellt werden.
Mit der Taste Reset werden alle Manipulationen
des Anwenders gelöscht und die Standard-Einsteliung zugrundegelegt.
Und mit Help kann die Dokumentation zu diesem
Fenster aus dem ANSYS User's Manual abgerufen werden. Mit Close
wird dieses Fenster mit der Titelzeile Pan-Zoom-Rotate geschlossen.
Sie sehen, wie zahlreich die Möglichkeiten
dieser Grafiksteuerung sind. Die räumliche Form des Berechnungsmodells
kann dadurch ausführlich kontrolliert werden.
4.3 Das Entfernen der Flächenelemente
Das Berechnungsmodell besteht im Moment
aus Flächen- und Volumenelementen. Die zuerst in der Frontfläche
angeordneten ebenen Elemente des ersten Elementtyps PLANE42 mit der Referenznummer
1 dienten nur als Ausgangsbasis für die Extrusion. Sie werden
nun ausgeblendet, indem die Fläche, in der diese Elemente erzeugt
worden waren, von diesem Netz von Elementen befreit wird. Die Flächenelemente
sind farbig von den Volumenelementen unterschieden und erkennbar in der
grafischen Darstellung der Elemente
Utility Menu> Plot>
Elements
Eine der Seitenflächen unterscheidet
sich farblich von den anderen Oberflächen und zeigt damit die Flächenelemente
an. Wenn diese Seitenfläche gerade nicht zu sehen ist, drehen
Sie das Modell mit den vorher untersuchten Möglichkeiten des Pan/Zoom/Rotate-Fensters,
bis Sie diese Seitenfläche erkennen. Nun kann das Entfernen
dieser Elemente bzw. das Säubern (clear) der zugrundeliegenden Seitenfläche
von dem einbeschriebenen Netz mit
Main Menu> Preprocessor>
-Meshing- Clear> Areas
erfolgen. Nachdem hierdurch ein Fenster
geöffnet wurde, das zum Auswählen der gewünschten Fläche
auffordert, drücken Sie die linke Maustaste, halten diese gedrückt
und verschieben den Mauszeiger so lange über das Modell, bis die gewünschte
Seitenfläche eingefärbt wird. Dann kann die Maustaste losgelassen
werden und auf OK gedrückt werden.
Mit dieser Vorgehensweise werden mit Sicherheit
nur die Flächenelemente entfernt.
Die später durch das Extrudieren erzeugten
Volumenelemente sind mit dem Volumen und den Seitenflächen intern
hierarchisch verknüpft und dadurch geschützt. Dieser Schutz
stellt in diesem Fall sicher, daß wirklich nur diejenigen Elemente
entfernt werden, die zu der ausgewählten Fläche - und zwar ausschließlich
zu dieser Fläche - gehören.
4.4 Die Materialdaten
Zur Eingabe der Materialdaten wird
Main Menu> Preprocessor>
MaterialProps> Isotropic
OK
Young's modulus
EX
200e9
Poisson's ration
(minor) NUXY
0.3
OK
eingegeben.
Sichern Sie die bisherige Arbeit mit
Toolbar> SAVE-DB
5 Die Lösung
In diesem Abschnitt werden die äußeren
Einflüsse auf unsere Struktur (die Randbedingungen und Kräfte
bzw. Momente) festgelegt und die Berechnungsaufgabe gelöst.
Die äußeren Einflüsse werden
im ANSYS/ED-Menü generell unter der Oberschrift Lasten (loads) geführt.
Die entsprechende Menü-Auswahl kann daher nun bereits mit
Main Menu> Solution>
erfolgen. Im mittleren Bereich dieses
Menüs ist die Eingabemöglichkeit für die äußeren
Einflüsse unter -Loads- zu finden.
5.1 Die Randbedingungen
Wenn wir die Festhaltung direkt den Knoten
zuordnen wollen, ist hier eine Auswahl der Knoten nicht über Anpicken
sinnvoll, sondern über Kriterien wie
alle Knoten, die den Koordinatenwert x
= 0 haben oder
alle Knoten, die zu der großflächigen
Seite gehören.
Für solche Auswahl-Operationen steht
im ANSYS/ED-Programm das Selektieren zur Verfügung. Durch das
Selektieren kann aus allen Knoten eine Gruppe ausgesondert werden.
Diese selektierten Knoten sind damit "eingeschaltet", während alle
anderen, nicht selektierten Knoten "ausgeschaltet" sind. Für
dieses Selektieren gilt:
Das Selektieren ist auf Knoten, Elemente,
Geometriepunkte (keypoints), Geometriekanten (lines), Flächen (areas),
Volumen (volumes) und andere Bestandteile des Modells anwendbar.
Es kann aus der Gesamtmenge aller Bestandteile
(also aller Knoten oder aller Elemente usw.) oder aus einer bereits selektierten
Menge oder zu einer bereits selektierten Menge selektiert werden.
Noch weitere Kombinationen sind möglich.
Die Selektion kann nach Nummern oder nach
gemeinsamen Eigenschaften wie z.B. Koordinatenwerten erfolgen. Die
Selektion kann aber auch die Zusammengehörigkeit mit anderen Bestandteilen
des Modells ausnutzen (also diejenigen Knoten selektieren, die zu den gerade
aktuell selektierten Flächen gehören, oder diejenigen Elemente,
die zu den aktuell selektierten Volumen gehören usw.)
Weitere Informationen zum Selektieren sind
im ANSYS Analysis Guide, Abschnitt 7, angegeben. Sie können
diese Dokumentation über
Utility Menu> Help
anwählen.
In unserem Beispiel wird das Selektieren
der festzuhaltenden Seite dadurch vorgenommen, daß alle Knoten mit
dem Koordinatenwert x = 0 herausgesucht werden. Wählen Sie hierzu
Utility menu> Select>
Entities
In dem dadurch geöffneten Fenster
Select Entities verändern Sie den ersten Eintrag dadurch, daß
Sie das oberste Feld zunächst anklicken. Es wird die gesamte
Auswahl von Nodes (Knoten), Elements (Elementen), Volumes (Volumen), Areas
(Flächen), Lines (Linien, Kanten) und Keypoints (Geometriepunkten)
aufgelistet. Schieben Sie den Mauszeiger auf
Nodes und klicken Sie dieses Wort an.
Genauso gehen Sie bei dem darunter gezeigten
Feld vor: Klicken Sie das Feld an und wählen Sie den Eintrag By
Location. Dadurch werden für das Selektieren die Koordinatenwerte
zugrundegelegt.
Im Feld darunter muß
X coordinates gekennzeichnet sein. Dadurch werden für
das Selektieren die x-Koordinatenwerte zugrundegelegt.
Das Feld unter demText Min,Max
klicken Sie an und fügen dort mit der Tastatur den Wert 0
ein. Dadurch werden alle Knoten mit dem Koordinatenwert x = 0 ausgesucht.
Im Feld darunter muß From
Full gekennzeichnet sein. Dadurch werden diese Knoten mit
x = 0 aus allen vorhandenen Knoten des Modells herausgesucht.
Schließen Sie diese Einstellung mit
OK ab.
Diese Auswahl sollte kontrolliert werden.
Verwenden Sie dazu die Auswahl
Utility Menu> Plot>
Nodes
Die Knoten werden standardmäßig
nur als Punkte dargestellt, aber es ist ungefähr auch anhand dieses
"Sternenhimmels" zu erkennen, welche Punkte durch die vorangegangene Selektion
ausgewählt wurden.
Daraufhin dürfen im Grafik-Bildbereich
nur die Knoten der festzuhaltenden Seite dargestellt werden. Wenn
andere Knoten oder alle Knoten zu sehen sind, führen Sie das Selektieren
noch einmal durch, Sie hatten einen Fehler gemacht. Bei dieser grafischen
Kontrolle nutzen wir aus, daß vom ANSYS/ED-Programm nur diejenigen
Modellbestandteile (hier also nur diejenigen Knoten des Modells) grafisch
dargestellt werden, die zur Zeit selektiert sind.
Hin weis:
Wenn Sie die Nummern dieser Knoten zusätzlich
dargestellt haben möchten, schalten Sie die Nummem ein mit
Utility Menu> PlotCtrls>
Numbering
NODE Node numbers
On OK
Utility Menu> Plot>
Replot
Anschließend kann die Nummerndarstellung
wieder zurückgestellt werden durch
Utility Menu> PlotCtrls>
Numbering
NODE Node numbers
Off
OK
Alle diese Knoten können nun mit der
Randbedingung beaufschlagt werden. Dazu wird
Main Menu> Solution>
Apply> Displacement> On Nodes
angewählt. In dem Fenster zum
Picken wird Pick All angepackt.
Mit dem nun geöffneten Fenster mit
der Titelzeile Apply U,ROT on Nodes werden die Freiheitsgrade ausgewählt,
die hier festgehalten werden. Klicken Sie All
DOF an, lassen Sie das Feld Value leer
(dies entspricht der Eingabe des Wertes 0) und klicken Sie auf OK.
Im Grafikfenster werden danach Festhaltungs-Symbole ins Bild eingefügt,
die eine schnelle Kontrolle der Dateneingabe ermöglichen.
Sichern Sie die bisherige Arbeit mit
Toolbar> SAVE-DB
5.2 Die Drucklast
Für das Aufbringen der Drucklast wird
ebenso das Selektieren, hier mit einer anderen Variante, verwendet.
Zunächst wird die Fläche, die die Oberseite bildet, selektiert.
Stellen Sie dazu im Bildbereich die Flächen dar mit
Utility Menu> Plot>
Areas
Wählen Sie nun
Utility Menu> Select>
Entities
Stellen Sie die Einträge in dem Fenster
Select Entities auf
Areas
By Num/Pick
From Full
und klicken Sie OK
an. Zum Selektieren der richtigen Fläche drücken Sie auf
die linke Maustaste, halten sie gedrückt und verschieben den Mauszeiger
über das Modell. Sie sehen, daß je nach aktueller Position
des Mauszeigers unterschiedliche Flächen in der Farbe verstellt werden.
Verschieben Sie den Mauszeiger so lange, bis die Oberseite getroffen ist,
und lassen Sie nun den Mauszeiger los. Diese Fläche ist nun
ausgewählt und wird durch OK selektiert
und damit "eingeschaltet", während alle anderen Flächen "ausgeschaltet"
sind.
Nun werden die zu dieser Oberfläche
gehörenden Knoten selektiert. Wählen Sie dazu
Utility Menu> Select>
Entities
und steilen Sie die Einträge in dem
Fenster Select Entities auf
Nodes
Attached to
Areas , all
From Full
und klicken Sie OK
an. Eine Kontrolle mit
Utility Menu> Plot>
Nodes
bestätigt die korrekte Auswahl.
Auf diesen Bereich wird die Drucklast aufgebracht. Dies geschieht
durch die Auswahl von
Main Menu> Solution>
Apply> Pressure> On Nodes
In dem Fenster zum Picken, hier mit der
Titelzeile Appiy PRES on Nodes, wird Pick All
angepackt.
Mit dem nun geöffneten Fenster mit
der Titelzeile Apply PRES on Nodes wird die Höhe des Druckes im Feld
neben VALUE Pressure Value mit der Tastatur
als 1000 eingesetzt und auf OK
geknickt. Im Grafikfenster wird die druckbelastete Fläche rot
gekennzeichnet.
Für eine Übersicht des Modells
mit allen Randbedingungen und der Drucklast muß zunächst wieder
das Selektieren rückgängig gemacht werden mit
Utility Menu> Select>
Everything
Zusätzlich werden einige grafische
Symbole eingeschaltet mit
Utility Menu> PlotCtrls>
Symbols
Aus der Vielzahl der hier angebotenen Einstellungen
wählen wir für unser Beispiel
die Festlegungen
[/PBCI Boundary
condition symbol Applied B.C.´s
[/PSFI Surface
Load Symbols
Prennures
Show pres
and convect as
Arrows
Wenn Sie diese Einträge vorgenommen
haben, klicken Sie OK an. Wenn nicht
sofort die neue Darstellung mit den Symbolen erschienen ist, wählen
Sie
Utility Menu> Plot>
Elements
Diese Darstellung bestätigt, daß
alle Randbedingungen und Lasten wie beabsichtigt aufgebracht worden sind.
Sichern Sie die bisherige Arbeit mit
Toolbar> SAVE-DB
5.3 Die Berechnung des Lastfalles
Für die Berechnung dieses Lastfalles
wird
Main Menu> Solution>
-Solve- Current LS
ausgewählt. Es erscheint ein
Hinweis-Fenster mit der Titelzeile Solve Current Load Step und ein Fenster
mit einer Liste und der Titelzeile /STAT Command. Beide Fenster informieren
über die für dieses Beispiel eingegebenen Daten. Hier wird
unter anderem festgestellt, daß die Struktur mit einem 3-dimensionalen
Berechnungsmodell abgebildet wird. Jeder Knoten hat die Freiheitsgrade
(Verschiebungsmöglichkeiten) in allen drei Raumrichtungen, also in
x-, y- und z-Richtung. Es ist eine statische Lösung vorgesehen.
Diese Einträge bestätigen Sie mit OK.
Der Abschluß der Berechnung wird
durch ein Hinweisfeld mit dem Text Solution is done! gemeldet. Durch
Anklicken von Close wird das Fenster geschlossen.
Das Fenster, das die Lösungs-Einsteilungen protokollierte, kann ebenso
geschlossen werden.
6
Das Postprocoseing
6.1 Die Verschiebungen
Im vorliegenden Beispiel wird zunächst
eine Darstellung der Verschiebungen erzeugt. Dazu wird
Main Menu> General
Postproc> Plot Results> Deformed Shape
ausgewählt. In dem anschließend
geöffneten Fenster mit der Titelzeile Plot Deformod Shape wird die
Auswahl
Def + undef edge
angeklickt und anschließend auf OK
gedrückt. Dadurch wird eine grafische Darstellung der Durchbiegung
des Modells erzeugt. Die Verschiebungen wurden dabei automatisch
so skaliert, daß die Verformung erkennbar wird.
6.2 Die Spannungsverteilung
Nun wird eine Farbkontur-Darstellung der
Spannungen erzeugt. Dazu wird
Main Menu> General
Postproc> Plot Results> Nodal Solu
ausgewählt. In dem anschließend
geöffneten Fenster mit der Titelzeile Contour Nodal Solution Data
wird die Auswahl der darzustellenden Spannung durch Anklicken von Stress
und von Mises SEQV auf die von-Mises-Vergleichsspannung
eingestellt und anschließend auf OK
gedrückt.
Dadurch wird eine grafische Darstellung
der Verteilung dieses Spannungswertes im Modell erzeugt. Auch hierbei
wird das Modell im verformten Zustand gezeigt, wobei weiterhin die Verschiebungen
automatisch skaliert wurden.
Eine Darstellung der Biegespannungen in
Querrichtung (entlang der x-Achse) ergibt sich durch
Main Menu> General
Postproc> Plot Results> Nodal Solu
und der Auswahl der darzustellenden Spannung
mit Stress und X-direction
SX und Bestätigung mit OK.
Beachten Sie in diesem Bild, daß
in Längsrichtung die Spannungsverteilung variiert und an den durch
den Kreisbogen berandeten Kanten andere Spannungen vorliegen als in der
Mitte dazwischen.
Diese Verteilung ist deutlicher zu erkennen,
wenn die Element-Begrenzungslinien ausgeblendet werden. Wählen
Sie hierzu
Utility Menu> PlotCtrls>
Style> Edge Options
und stellen bzw. tragen Sie hier ein
[/EDGEI Plot element
outlines Edges only
Edge tolerance angle
45
und drücken Sie auf OK.
Lassen Sie mit diesen Einstellungen den Plot noch einmal
ausführen mit
Utility Menu> Plot>
Replot
6.3 Der Isosurface-Plot
Bei diesem 3-dimensionalen Volumenmodell
sind weitere grafische Hilfen wichtig, um in dem gesamten Volumen die Ergebniswerte
erkennen und beurteilen zu können. Eine dieser Möglichkeiten
ist die Isosurface-Darstellung. Bei dieser Darstellung wird das Modell
mit seinen Umrandungslinien dargestellt, so daß es wie aus Glas durchsichtig
erscheint. Im Volumen des Modells werden farbige Flächen eingezeichnet,
die jeweils die Positionen gleicher Ergebniswerte darstellen.
Testen Sie diese Möglichkeit bei diesem
Modell. Wählen Sie
Utility Menu> PlotCtrls>
Style> Contours> Contour Style
und stellen Sie hier ein
Style of contour
plot
Isosurface
[/REPLOT] Replot
upon OK/Apply?
Replot
und drücken Sie auf OK.
Sie sehen innerhalb des Modellvolumens farbige Flächen, die jeweils
die Begrenzung von Bereichen bestimmter Spannungswerte darstellen.
Mit der Grafiksteuerung Dynamic Mode kann jetzt besonders deutlich auch
im Inneren des Modells die Spannungsverteilung erkannt und beurteilt werden.
6.4 Der Capped-Hidden-Plot
Eine weitere grafische Hilfe kann an diesem
Modell gezeigt und getestet werden. Mit einem Capped-Hidden-Plot
kann ein Teil des Modells weggeschnitten werden und die Spannungsverteilung
an der Oberfläche des Restgebildes dargestellt werden. Auch
die Schnittfläche und die Spannungsverteilung darauf wird sichtbar.
Beim Testen dieser Möglichkeit wird
eine zusätzliche Hilfe des ANSYS/ED-Programms verwendet: die Arbeitsfläche
(working plane). Der englische Ausdruck der Working Plane hat sich
schon so weit im Bereich der computer-gestützten Verarbeitung von
3-dimensionalen Modellen eingebürgert, daß daher im weiteren
Text der englische Ausdruck Working Plane verwendet wird.
Die Working Plane wird in diesem Beispiel
verwendet, um die Schnittebene durch das Modell festzulegen. Standardmäßig
ist die Working Plane nicht auf dem Grafikbild dargestellt. Sie kann
aber schnell eingeschaltet werden. Die Art der Darstellung erfolgt
durch die Auswahl von
Utility Menu> WorkPlane>
WP settings
Klicken Sie in dem neuen Fenster mit der
Überschrift WP Settings den Text Grid only
an und führen Sie diese Einstellung mit OK
aus. Wählen Sie nun wieder
Utility Menu> WorkPlane
und schalten Sie durch Anklicken von Display
Working Plane die Darstellung ein. Daraufhin erscheint im Bildbereich
die Working Plane als Rastergitter.
Nun wird die Working Plane an die Position
der gewünschten Schnittebene durch das Modell geschoben. Drehen
Sie dazu das Modell mit dem Grafik-Steuerungsfenster Pan-Zoom-Rotate
zum Beispiel durch Anklicken von Left.
Dies ergibt eine Blickrichtung auf die festgehaltene Rückseite des
Balkon-Modells. Die Working Plane ist als Strich durch den Koordinaten-Ursprung
zu sehen. Die Verschiebung der Working Plane kann zum Beispiel durch
Anwählen von
Utility Menu> WorkPlane>
Offset WP by increments
erfolgen. dadurch wird ein Steuerungsfenster
mit der Titelzeile Offset WP geöffnet. Drücken Sie in diesem
Fenster einige Male auf die Taste mit der Aufschrift +Z
im oberen Bereich des Fensters. Sie können sehen, daß
sich die Working Plane entsprechend im Bildbereich verschiebt. Verwenden
Sie diese Taste oder die inverse Taste -Z
solange, bis mit der Position der Working Plane die gewünschte Schnittebene
festgelegt ist. Schließen Sie dann das Fenster Offset WP durch
Anklicken von OK.
Nun wird die Capped-Hidden-Darsteilung
eingeschaltet. Dies geschieht mit
Utility Menu> PlotCtrls>
Style> Hidden-Line Options
und stellen Sie hier ein
[/TYPE] Type of Plot
Capped hidden
[/CPLANE] Cutting
plane is Working plane
und drücken Sie auf OK.
Sie sehen den Teil des Modells, der durch die Working Plane abgeschnitten
wurde, und die Verteilung der Spannungen an der Oberfläche dieses
Teils und an der Schnittfläche. Zum Studieren der Spannungsverteilung
kann schnell das Rastergitter der Working Plane weggeschaltet werden mit
Utility menu> WorkPlane
und Anklicken von Display
Working Plane (Ausschalten).
Möchten Sie den anderen Teil des
Modells sehen? Drehen Sie die Working Plane dazu um 180° und
lassen Sie die Grafik neu ausführen.
6.5 Der Q-Slice-Plot
Und noch eine weitere grafische Hilfe kann
an diesem Modell gezeigt und getestet werden. Mit einem 0-Slice-Plot
kann die Spannungsverteilung auf einer Schnittebene durch das Modell dargestellt
werden. Die Umrisse des Modells bleiben als Drahtmodell sichtbar.
Die Lage der Schnittebene wird wiederum durch die Arbeitsfläche (working
plane) festgelegt. Zunächst wird die Isosurface- Darstellungsweise
ausgeschaltet mit
Utility Menu> PlotCtrls>
Contours> Contour Style
Style of contour
plot
Normal
OK
Die Q-Slice-Darstellung wird eingeschaltet
mit
Utility Menu> PlotCtrls>
Style> Hidden-Line Options
und stellen Sie hier ein
[/TYPE]
Type of Plot Q-Slice Precise
[/CPLANE] Cutting
plane is Working plan
und drücken Sie auf OK.
Sie sehen das Modell als Umriß, eingezeichnet eine Fläche mit
der Verteilung der Spannungen auf dieser Schnittfläche.
Hinweis:
Falls keine Schnittfläche zu sehen
sein sollte, liegt vielleicht Ihre WorkingPlane außerhalb der Modellgeometrie.
Kontrollieren Sie in diesem Fall die Lage der Working Plane.
7 Abschluß
Zum Beenden der ANSYS/ED-Anwendung verwenden
Sie bitte die Hinweise aus der Installationsanleitung. Anschließend
ist diese ANSYS/ED-Anwendung abgeschlossen.
Löschen des gerade abgeschlossenen
Modells über Utility Menu> File> Clear &
Start New
Diese Operation öffnet ein Fenster,
dessen Standardeinstellungen Sie in diesem Fall akzeptieren können
und das Sie mit OK bestätigen.
Da dieses Löschen eine sehr einschneidende Maßnahme ist, werden
Sie durch ein auffällig hervorgehobenes Fenster zur Bestätigung
(Titelzeile: Verify) aufgefordert. Die Bestätigung geben Sie
durch Anklicken des Feldes YES.
Sie können nun mit einem anderen Beispiel
beginnen und das ANSYS/ED-Menü weiterverwenden.
8
Varianten zum Selbststudium
Als Variante zum Selbststudium verwenden
Sie bei diesem Beispiel die gleiche Geometrie, bringen Sie jedoch die Drucklast
nur auf einen Teil der Oberfläche auf. Beachten Sie das Abklingen
der Spannungen im unbelasteten Bereich des Balkons.
9
Und wie geht es weiter?
Mit diesem Beispiel haben Sie die
wesentlichen Grundlagen der Handhabung vom ANSYS/ED-Programm durchgearbeitet.
Setzen Sie Ihre Arbeit mit beliebigen anderen
Beispielen fort.
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