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Die Saite wird dreieckförmig ausgelenkt (angezupft) und losgelassen. Unter der Annahme einer frequenzunabhängigen Ausbreitungsgeschwindigkeit (d.h. bei Vernachlässigung der Dispersion) lässt sich die Saitenschwingung als Überlagerung zweier fortschreitender Dreieckswellen darstellen. Die schwarz gezeichnete Dreieckswelle läuft von links nach rechts, die blaue von rechts nach links; ihre Summe ergibt die magenta gezeichnete Saite. Im unteren Bild ist die Zeitfunktion der Auslenkung
des roten Punktes dargestellt. Er ist entweder in Ruhe, oder bewegt
sich mit betragsmäßig konstanter Geschwindigkeit. Die zeitliche
Ableitung dieser Auslenkung, d.h. die Vertikalgeschwindigkeit, ist die
Eingangsgröße für das spannungserzeugende Induktionsgesetz:
Die Quellenspannung des Magnettonabnehmers ist proportional zur vertikalen
Saitenschnelle. |